Von Sarah N.

Heute geht es um das Thema Terrorismus. Mittlerweile hat jeder von uns etwas Angst, aus dem Haus zu gehen. Die einen mehr, die anderen weniger. Vor allem jetzt im Hinblick auf die Europameisterschaft in Frankreich haben viele Angst vor Anschlägen. Aber dies sollte nicht so sein, denn es bringt nichts, sich den ganzen Tag Zuhause zu verstecken. Zwar sollte man vorsichtig sein und keine Risiken eingehen, aber man sollte sein Leben ganz normal weiterleben!

Im letzten und in diesem Jahr gab es drei markante Anschläge in Europa, zwei in Paris und einen in Brüssel. Traurig ist allerdings, dass es sich bei den Attentätern der Anschläge um Europäer handelt, die hier geboren und aufgewachsen sind. Es handelt sich nicht um Menschen die nur für den Anschlag in das Land einreisen. Daher sollte man niemals denken, dass Flüchtlinge Terroristen sein könnten, denn dies war ganz klar nicht der Fall. Das beweise ich euch jetzt:

Angefangen hat alles am 7. Januar 2015 als drei Pariser einen Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris ausübten. Diese Anschläge beanspruchten später sowohl der Daesh als auch Al-Qaida für sich. Die einen werden sagen: „Da ist die Satirezeitschrift wohl selber Schuld. Sie haben die Terroristen doch nur provoziert indem sie sich über den Propheten Mohammed lustig gemacht haben.“ Dennoch fragt man sich: Gibt es den Terroristen das Recht andere Menschen, die ihre Meinung äußern und Mohammedkarikaturen zeichnen, umzubringen? Nein. An diesem Tag starben zwölf von ihnen. Bei den Tätern handelt es sich um zwei gebürtige Pariser und zugleich Brüder, mit algerischen Wurzeln, die der Terrorgruppe Al-Qaida angehören sollen: Chérif und Said Kouachi. Der dritte Mann, der im Umfeld des Anschlags auf die Redaktion Charlie Hebdo der Brüder weitere Terrorakte beging, war Amedy Coulibaly, der ebenfalls in Frankreich (Juvisy-sur-Orge) geboren wurde. Er soll Teil der Terrorgruppe Daesh (Anm. d. Red.: Das ist ein Name für den IS, der diesem das Recht auf Staatlichkeit aberkennt) sein.

Der nächste Anschlag ereignetee sich ebenfalls in Paris, nur elf Monate später, nämlich am 13. November 2015. Verantwortlich dafür war diesmal ebenfalls die Terrorgruppe Daesh. Diese hatte die Anschläge an fünf verschiedenen Orten geplant, zeitlich kurz nacheinander. Die Angriffsserie fing im Stade de France an während eines Freundschaftsspiel der französischen und  deutschen Fußballnationalmannschaft. Diese wurde kurz danach in der Rue Alibert fortgesetzt als zu dem Zeitpunkt Schüsse fielen und 15 Menschen getötet wurden. In der Rue du Faubourg-du-Temple und der Rue de la Fontaine-au-Roi starben fünf Menschen. 19 Menschen starben in der Bar La Belle Équipe in der Rue de Charonne und zuletzt wurden in der Konzerthalle Bataclan mindestens 89 Menschen umgebracht. Insgesamt wurden 130 Menschen getötet und 352 Menschen verletzt. Bei den Tätern hier handelt es sich entweder um Belgier oder um Franzosen. Abdelhamid Abaaoud mit marokkanischen Wurzeln wurde in Anderlecht, Belgien geboren. Salah Abdeslam wurde in Brüssel geboren und war marokkanischer Abstammung. Sein Bruder Brahim Abdeslam wurde in Paris geboren. Samy Amimour wurde im Pariser Vorort Drancy geboren, seine Abstammung ist jedoch nicht bekannt. Omar Ismail Mostefai stammt aus der Pariser Vorstadt Courcouronnes und hatte algerische Wurzeln.

Der letzte Anschlag  wurde am 22. März 2016 in Brüssel verübt.  Nochmals war der Daesh für diese Anschläge, die am Flughafen Brüssel-Zaventem und in der Brüsseler Innenstadt im U-Bahnhof verübt wurden, verantwortlich.  Hierbei kamen 35 Opfer ums Leben. Und ich, als gebürtige Brüsselerin, habe zu dieser Zeit wirklich gemerkt wie schlimm es ist wenn das eigene Land dermaßen angegriffen wird. Man ist hilflos und geschockt, aber auch gleichzeitig revoltiert. Ich denke man merkt erst wie schlimm es ist, wenn das eigene Land betroffen ist. Zwar fühlt man mit den anderen betroffenen Ländern wie zum Beispiel Frankreich mit, aber es fühlt sich nicht so bedrohend an, wie wenn es im eigenen Land passiert. Bei den Tätern handelt es sich auch um Brüsseler. Die Brüder Khalid und Ibrahim El Bakraoui wurden in Brüssel geboren, die Abstammung ist nicht bekannt. Najim Laachraoui wurde zwar in Morocco geboren, aber ist im Ortsteil Schaerbeek in Brüssel aufgewachsen. Salah Abdeslam war ebenfalls an den Anschlägen in Brüssel beteiligt. Mohamed Abrini wurde im Vorort Berchem-Sainte-Agathe von Brüssel geboren und hat marokkanische Wurzeln.

Wie man hier sehen kann, sind alle Attentäter (bis auf  Najim Laachraoui, der in Marokko geboren ist, aber in Brüssel aufgewachsen) Europäer. Der Flüchtlingszustrom hat also nichts mit den Anschlägen zutun. Vorurteile gegenüber den Flüchtlingen sind Schwachsinn, es gibt auch genug deutsche Salafisten (Pierre Vogel, Sven Lau z.B.), die dem Daesh und anderen Terrorgruppen angehören. Darin liegt die Gefahr. Und auch der Islam hat mit dieser Anschlagswelle nichts zu tun. Religion kann niemals eine Begründung für Gewalt sein.

Trotz allem sollten wir deswegen keine Angst haben. Denn das ist das Ziel der Terroristen. Sie wollen, dass wir Angst haben feiern zu gehen, auf Konzerte zu gehen. Oder feiern. Und das dürfen wir ihnen nicht geben.

Dass der Daesh während des Ramadan keine Pause einlegt, zeigt wie ernst sie den Islam wirklich nehmen.

 

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