Nachdem ich letzte Woche über das Phänomen geschrieben habe, bekommt ihr heute meine Vorschläge für Serien, die ihr definitiv Binge-Watchen solltet. Einkaufen gehen, Chips und Cola holen und ab auf die Couch. Sobald kommt ihr von diesen Serien nicht mehr los. Allons-y!
Ich wollte erst eine Rangliste machen, aber das ist bei Serien sehr schwierig. Jeder hat ein Lieblings-Genre und würde Serien auch nach Favoriten anders ordnen. Deswegen habe ich euch das nach Genres aufgeteilt. Info: Das sind alles Serien, die ich in diesem Jahr vollständig geguckt habe. Welche Serien habt ihr dieses Jahr schon alles durchgeschaut?

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Für SciFi-Fans:

Doctor Who

Doctor Who ist die vermutlich älteste Serie in dieser Liste, obwohl ich aufgrund der leichten Verfügbarkeit nur auf die neue Serie eingehe. Die Serie eignet sich perfekt für Binge-Watching, da jede Staffel durch einen größeren Zusammenhang zusammen gehalten wird. Außerdem ist sie voll von – zugegebenermaßen schwierigem – britischen Humor und der Wandel zwischen Gegenwarts-, Zukunfts- und Vergangenheitsfolgen ist weitgehend einzigartig in der heutigen Serien-Kultur. Nur eine kleine Warnung zum Schluss: Jede Regeneration des Doktors macht euch als Zuschauer traurig, aber spätestens am Ende der ersten Staffel des neuen Doktors habt ihr euch daran gewöhnt und findet den neuen Doktor genauso gut oder sogar besser. Und sie läuft noch bis mindestens 2020 weiter! <3

Für Zombie-Fans:

Walking Dead 

Zu The Walking Dead muss man, glaube ich, nicht viel sagen, es ist die wohl bekannteste aktuelle Zombie-Serie und sie hat auch den heutigen Zombie-Kult mitzuverantworten. Das Leben der letzten Überlebenden einer Zombie-Apokalypse ist geprägt von Flucht und Angst, aber auch von allzu menschlichen Problemen. Diesen Spagat schafft The Walking Dead hervorragend und daher ist die Serie nur zu empfehlen. Randnotiz: Auch der Comic ist empfehlenswert und unterscheidet sich sehr stark von der Serie.

Für Crime-Fans:

White Collar 

Bei White Collar geht es um den Verurteilten Kunstfälscher Neal Caffrey, der, um seine Haftstrafe zu verkürzen, einen Deal mit der White-Collar-Abteilung des FBI (Wirtschaftskriminalität) eingeht und diesen als krimineller Informant hilft, Fälle zu lösen. Der Humor des spitzbübigen Casanovas Caffrey ist einzigartig, aber auch in ernsten Szenen wirkt die Rolle glaubwürdig geschrieben. Der Wandel zwischen verschmitztem Lächeln und versteinerter Miene verläuft zwischenzeitlich beinahe fließend. Auch hier wird ähnlich wie bei Doctor Who die Staffel durch einen größeren Zusammenhang zusammen gehalten und daher gibt es immer einen Grund, doch noch eine Folge anzuschauen. Daher ist die Serie für Binge-Watcher definitiv zu empfehlen.

Weeds

Die Idee von Breaking Bad war nicht neu. Der Anfang des ganzen war Weeds. Bei Weeds geht es um eine junge Witwe mit zwei Kindern, die anfängt, Gras an ihre Nachbarn zu verkaufen, um ihren Lebensstil zu halten, da das Leben im kalifornischen Vorort nicht gerade günstig ist. Ihr Wandel von einer fürsorglichen Mutter zu einer Drogen-Ikone ist grandios inszeniert und auch die Wandlung ihrer Kinder ist grandios. Zwischenzeitlich ist die Serie sogar erschreckend ehrlich im Verhalten der Darsteller. Die verschiedenen Staffeln haben meist sehr unterschiedliche Motive und die Titelmusik habe ich heute noch im Ohr.

Breaking Bad

Ich denke, gerade zu Breaking Bad muss ich nicht mehr viel sagen. Die Geschichte eines Chemie-Lehrers, der – um seine Krankenhausrechnungen zu zahlen – anfängt, Crystal Meth zu kochen und zu verkaufen und dabei alles verrät, was ihm einmal heilig war, ist ikonisch, wobei ich die Serie klar unter den anderen beiden in diesem Genre einordnen würde. Allerdings ist gerade Breaking Bad für mich der Inbegriff von Binge-Watching, da ich die Serie, als ich sie das erste Mal geguckt habe, innerhalb eines Wochenendes durchgeschaut habe.

Für Comedy-Fans:

How I Met Your Mother

How I Met Your Mother ist die Geschichte von Ted Mosby, wie er seinen Kindern im Jahr 2030 erzählt, wie er die Mutter der Kinder kennengelernt hat. Es ist eine der modernen Sitcoms und durch den ikonischen Humor der Darsteller, allen voran natürlich Neil Patrick Harris als Anzugträger und Frauenaufreißer Barney Stinson, bis heute eine der beliebtesten Sit-Coms. Gerade dadurch, dass sie bereits abgeschlossen ist, lohnt sie sich für Binge-Watching, da man am Schluss nicht wie bei Big Bang Theory auf eine neue Staffel warten muss, sondern tatsächlich durch ist.

The Big Bang Theory

Obwohl The Big Bang Theory noch immer nicht abgeschlossen ist, ist die Serie durch den wissenschaftlichen Humor einzigartig und trotzdem grandios. Allerdings ist es anders als bei How I Met Your Mother so, dass es kein eindeutiges Motiv der Serie gibt, außer das Leben der Nerds in Apartment 4b und der niedlichen Bedienung/Schauspielerin Penny. Aber gerade die Dynamik zwischen Leonard, der zwar hochintelligent ist, allerdings trotzdem noch weitgehend normal und seinem Mitbewohner Sheldon, der so intelligent ist, dass er für das normale Leben schlichtweg nicht mehr geeignet ist, ist so witzig und interessant, dass man gerne noch eine Folge und noch eine Folge guckt.

Für Superhelden-Fans:

Arrow

Arrow ist eine der aktuell auftretenden Superhelden-Serien, allerdings anders als Daredevil oder Jessica Jones aus dem DC-Universum entnommen. Es geht um den Milliardärssohn Oliver Queen, der auf einer einsamen Insel strandet und bevor sein Vater stirbt, nur eine Information bekommt: „Ich habe diese Stadt enttäuscht – mach meine Fehler wieder gut!“ Fünf Jahre später kehrt er zurück nach Hause und erfüllt in seiner zweiten Identität als Green Arrow genau diesen Auftrag. Das Doppelleben von Oliver Queen zu sehen und wie er immer wieder scheitert, sein Geheimnis zu wahren, ist sehr interessant. Außerdem ist es spannend, da die Serie grundsätzlich zwei Zeitebenen hat: Oliver nach seiner Rückkehr und Oliver ab dem Zeitpunkt der Strandung auf der Insel. Wenn man dann seine Wandlung vom oberflächlichen Player zum tiefsinnigen, gebrochenen Arrow sieht, dann erschrickt man häufig davor, wie stark er sich verändert hat und welche Schmerzen er dafür durchleben musste.

Das sind meine Empfehlungen für die langen Winternächte. Da ich die Serien aber schon alle kenne und bald mal wieder mit Doctor Who durch bin, interessiert mich natürlich: Welche Serien habt ihr schon durchgeguckt? Schreibt es mir in die Kommentare!

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