Am Donnerstag war es endlich soweit. Prinz Pi trat im Stahlwerk im Rahmen seiner „Im Westen Nix Neues“-Tour. Ich war besonders auf die Tracklist gespannt. Gegen 18:30 war ich am Stahlwerk und die Schlange erinnerte mich bereits an Gamescom-Verhältnisse. Als dann um 19 Uhr der Eingang eröffnet wurde, war ich überrascht wie schnell es ging. Die Sicherheitskontrolle fand ich relativ krass. Ich hatte eine Sonnenbrille in einem Etui dabei und musste beides dem Sicherheitsmann geben, damit er es auf Waffen prüfen konnte. Aber gut, nach dem Anschlag auf das Bataclan in Paris kann man wohl nicht mehr vorsichtig genug sein. Also rein, kurz ein RedBull geholt und ab in die Halle. Es war zwar noch früh, aber ich wollte nicht soweit hinten stehen, sondern vorne in der Menge dabei sein, wer will das nicht?

Um 20 Uhr ging es dann los mit einem relativ unbekannten Rapper als Vorband. Tami hat einen interessanten Rap-Stil aber die hauptsächlich weibliche Croud war natürlich gespannter auf Pi. Gegen 20:30 ging es dann relativ surreal los. Vor der Bühne war ein weißer Vorhang der von Scheinwerfern angestrahlt wurde. Man konnte bereits Pi’s Sillhouete erkennen, da allerdings der Schatten durch die verschiedenen Lichtquellen immer wieder sprang. Dabei setzte auch der Beat von „Du Bist“ aus Rebell ohne Grund(2011) ein. Der Vorhang fiel, Pi fing an zu rappen und damit begann ein Abend der vergangene und aktuelle Seiten von Pi bewies. Natürlich kamen viele Songs von Im Westen Nix Neues vor, aber auch Klassiker wie Rebell ohne Grund oder Elfenbeinturm kamen vor. Ich habe selten Rapper gesehen, die auf der Bühne so abgegangen sind wie Pi. Er sprang, drehte und Rockte einfach mit. Pi kann sich den Sport sparen, seine Konzerte reichen um jeden Sportler ins Schwitzen zu bringen.  Er erwähnte auch, wie wichtig ihm Düsseldorf alsT Tour-Termin ist, da er viele Freunde in Düsseldorf und Umgebung hat, wie Beispielsweise den Nationsboss Kollegah und er bei dem hochwertigen Rap aus Düsseldorf auch weiß, was für ein hochwertiges Publikum er vor sich hat. Die Croud kannte auch fast alle Songs auswendig, was man auch bei Schwermetall gemerkt hat, denn wie bereits in der gesamten Tour wurde ein Song Live auf Facebook gestreamt, dieses mal war es eben „Schwermetall“, der von der Croud natürlich lautstark begleitet wurde.

 

Schwermetall / Live / Düsseldorf

Posted by Prinz Pi on Donnerstag, 17. März 2016

In dieser Stimmung lief das gesamte Konzert. Pi war wild, die Croud war wild und E-Rich als Pis Backup sowieso. Bis kurz vor Ende. Als Pi schließlich Laura anfing wurde es ruhiger in der Menge. Alle haben mitgesungen, aber eher andächtig. In Laura geht es um eine Ex von ihm aus München die an Geld und Drogen kaputt gegangen ist und sich schließlich umgebracht hat. Da meine Freundin aus München kommt habe ich natürlich auch an sie gedacht. Schwerer Song, aber auch sehr grandios. In der Zugabe hat Pi sich dann eher auf die Feiertracks konzentriert. Da ist er dann nochmal richtig abgegangen, als gäbe es kein Morgen und fing direkt mit Keine Liebe an. Der wohl älteste und bekannteste Song von Pi war natürlich ein Renner, aber es kam noch besser. Der Letzte Song von Pi war Gib dem Affen Zucker von Neopunk. Und obwohl das Album damals zerrissen wurde, war der Song das Highlight des Abends. Es ist einfach ein grandioser Song. Daraufhin verabschiedete sich Pi auf grandiose Weise. Er bedankte sich bei dem Publikum. „Ihr seid ein großartiges Publikum. Und schön. So viele schöne Frauen hier. Und Kerle auch. Rapper sagen ja jetzt normalerweise No Homo, aber ich finde das ein bisschen homophob. Um ehrlich zu sein, Jungs, für euch würd‘ ich schwul werden!“ Alles in allem ein grandioser Abend, alle hatten Spaß und Pi hat sowohl alte als auch neue Fans vereint. Ich überlege schon fast, ob ich mir noch Tickets für das Konzert in Köln am 14.4. holen soll,weil ich die Show so geil fand.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich Karten zu besorgen, denn die Konzerte sind es wert!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

5 × 4 =