Egal ob mit Klaviersaite, schallgedämpfter Pistole, Gift, Vase oder Explosion: Hitman, Agent Nummer 47, genetisch im Labor erschaffen und zum Töten erzogen, geht wieder seiner Arbeit nach. Und in der ist er gar nicht mal so schlecht. Im neuesten Ableger der Erfolgsreihe geht die Killermaschine mit dem Barcode auf dem Kopf in sieben Episoden auf Jagd, die ihn an die entlegensten Orte der Welt senden. Paris. Italien. USA. Sehr exotisch. Ich habe die erste Episode gespielt und gebe euch einen ersten Überblick. Und wir schauen mal, was die Collector´s Edition so kann. Auf geht´s!

Handlung

Prinzipiell ändert sich am Spielprinzip nichts. Man hat einen Auftrag, ein Ziel, was man töten muss und das muss man so leise wie möglich erledigen. Die Rahmenhandlung bildet die Rekrutierung von Agent 47 durch Diana Burnwood, eine Mitarbeiterin der sogenannten Agency, die die Hitman ausbilden. Man sieht, wie das erste Treffen zwischen den beiden abläuft, wie die erste Mission 47´s war und muss sie als Ausbildung/Tutorial selber spielen.

Grafik

An der Grafik gibt es nicht viel zu meckern. Sie reizt die Möglichkeiten der heutigen Konsolengeneration mit Sicherheit nicht aus, aber sie ist schön anzuschauen, die Level sind liebevoll und detailreich gestaltet. Die Grafik ist allgemein auf gutem Niveau, das passt.

Gameplay

Nun kommen wir zum wichtigsten Punkt. Die Spielwelt fühlt sich lebendig und indivudell an, die NPC´s bewegen sich eigenständig, unterhalten sich miteinander und interagieren. Beim Bewegen durch das Level wird man immer wieder angesprochen, nicht nur, wenn man verdächtig scheint. Insgesamt wurden die umgebenden Personen intelligenter. Nicht jede Verkleidung hilft mehr, sogar die Auftragsziele kennen ihre Vertrauten und ihre Belegschaft. Das macht es um einiges schwieriger, sein Ziel unbemerkt auszuschalten. Allerdings scheint es im neuesten Ableger auch mehr Möglichkeiten, mehr Variationen zu geben, wie man ein Kapitel erfolgreich beendet. Man kann wählen zwischen einer lauten Variante, die meistens im Tod endet und ganz vielen leisen, die mehr Geduld benötigen, am Ende aber auch mehr Befriedigung geben. Die Level sind nicht mehr so vorgegeben, nicht mehr so die „Schlauch-Level“ wie im vorherigen Teil, das macht es deutlich spannender. Man hat Millionen von Möglichkeiten (mindestens!), um an sein Ziel zu gelangen. Der ganze Spaß eröffnet sich einem erst, wenn man alle Hilfen Hinweise und Zusatzinformationen ausschalten und ganz zum Hitman wird. Dann macht es –  jedenfalls mir- am meisten Spaß, sich neue Wege zu überlegen, wie man die Liquidation erfolgreich gestaltet. Ich habe die Paris-Mission (die Anfangsmission) einmal mit allen Hinweisen gespielt und war relativ schnell durch. Ohne Hinweise sitze ich schon eine Stunde daran und bin noch lange nicht am Ziel angelangt. Aber das ist es, was das Spiel ausmacht. Selber Wege zu finden, sich zu verkleiden, Getränke zu vergiften, Statuen runterzustürzen oder oder oder. Man kann jedes Level sehr oft spielen, ohne dass es langweilig wird, weil man bei jedem erneuten Spielen noch etwas Neues entdeckt.

Insgesamt kann man sagen, das Gameplay ist sehr stimmig, es macht Spaß, noch mehr Spaß als im letzten Teil, sich individuelle Wege zu überlegen, die Umgebung bindet sich gut ein und auch die Rahmenhandlung könnte interessant werden.

Fazit

Der neue Hitman macht Spaß, er ist offener geworden, man ist mehr auf sich alleingestellt, wenn man will und das Gameplay fühlt sich gut an. Klare Kaufempfehlung.

Wer sich einen eigenen ersten Eindruck verschaffen möchte, dem habe ich hier den ersten Trailer der E3 und den aktuellen eingebunden. Das macht doch Lust auf mehr!

In beiden Trailern kann man schon die vielfältigen Variationsmöglichkeiten sehen, mit denen man seine Ziele erledigen kann. Es gibt unzählige Verkleidungen, Todesursachen und Vorgangsweisen, dass man das Spiel auch mehrmals komplett durchspielen kann, da es jedes Mal anders ist. Und genau diese Detailverliebtheit und Vielfältigkeit macht das Spiel auch zu etwas besonderem. Es ist nicht nur ein Shooter, es ist sogar ein intelligenter Shooter!

 

Collector´s Edition

Nun werfen wir einen Blick in die Collector´s Edition. Für rund 140 Euro bekommt man das Spiel als digitalen Download, ein 60-seitiges Artbook, die typische Hitman-Krawatte mit Anstecknadel und eine Hitman-Figur.

Die Box ist typisch für solch eine Edition. Ein Kasten mit Logo und Art Design, mehr ist nicht. Beim Öffnen stößt man zuerst auf eine Platte mit den Download-Codes für Spiel, Addons und Gimmicks, sowie auf das ArtBook und die Krawatte samt Anstecknadel. Sieht alles schick aus, das Buch ist schön gedruckt, enthält tolle Bilder, Zeichnungen und Grafiken aus der Entwicklungsphase und Erklärungen zu den einzelnen Aspekten. Rundum ein stimmiges Paket, das passt.

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Die Krawatte scheint gut verarbeitet, ebenso die Anstecknadel, so weit ich das beurteilen kann. Damit kommen wir zur Figur. Eingepackt in Styropor und Plastik dauert es etwas, bis ich El Dorado geöffnet habe, dann aber kommt Freude auf. Mein eigener kleiner Hitman, gut verarbeitet, nicht aus billigem Plastik, sondern aus gutem Kunststoff thront er auf seinem Sessel und hält sein jüngstes Mordwerkzeug in der Hand. Die Figur ist das Beste an der Collector´s Edition (abgesehen vom Spiel), da passt alles. Jetzt muss ich nur noch einen Platz finden.

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Real life Hitman

Wer jetzt noch nicht genug hat vom Hitman-Universum, dem empfehle ich folgendes unten verlinktes Video. Da geht es darum, dass verschiedene Youtuber- hier Chris von Pietsmiet- in London ihren eigenen Hitman fernsteuern durften. Ein richtig cooles Projekt, genial umgesetzt! Unbedingt anschauen!

Wie sieht es bei euch aus? Werdet ihr euch das Spiel holen? Steht ihr generell auf solche Spiele? Schreibt es mir doch in die Kommentare!

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