Heute gibt es Teil II vom Irland-Reisebericht: Tag 3 bis 5, Fazit und Kosten! Falls ihr Teil 1 noch nicht gelesen habt, den findet ihr hier: Klick!

Tag 3 – Wicklow Mountains Nationalpark

An Tag 3 hieß es erst einmal „ausschlafen“. Zumindest was man während eines Urlaubs unter ausschlafen versteht. Der Wecker ging trotzdem um 6.30 Uhr, aber diesmal gab es Frühstück im Hostel. Danach ging es Richtung Wicklow Mountains Nationalpark mit einem ersten Stopp in den Powerscourt Gardens, einem japanischen Garten. Nachdem der Vortag einige unserer Kräfte in Anspruch genommen hat, dachten wir, dass es taktisch klug ist, nur gemütlich durch den Garten zu schlendern. Allerdings würden wir das im Nachhinein nicht mehr machen – für uns war es zu viel Ruhe und Gemütlichkeit, allzu viel interessantes gab es auch nicht zu sehen. Der Garten war schön angelegt, aber sicherlich kein Highlight. Der öde Fahrer bescheinigte das nur zu gut. Es ist also zu überlegen, ob man nicht doch besser den Ausritt oder eine Wanderung mitmacht. Bevor es in den Nationalpark ging, haben wir dann noch einen Stopp in Enniskerry eingelegt. Das lässt vermutlich Frauen-Herzen höher schlagen, denn hier steht die Brücke aus dem Film P.S. Ich liebe dich J Nach den geballten Emotionen und einem Foto auf der Brücke ging es dann vorbei am Lough Tay mit einem tollen Blick auf Sally’s Gap und dem Guinness Lake Richtung Nationalpark. Die Landschaft ist toll und hat für schöne Erinnerungsbilder gesorgt. Meiner Meinung nach ist das aber in jedem Nationalpark gleich. Im Vergleich aller Tage schneidet dieser Tag leider am schlechtesten ab, wer trotzdem weitere Infos zur Tour möchte, kann sich hier erkundigen. Dank des stressfreien Tages war abends aber ausgiebig Zeit die Gegend der Temple Bar zu erkunden. Alle positiven Gerüchte haben sich bestätigt! Es ist eine unglaubliche Stimmung und Atmosphäre. Kein Pub ist leer, alle sind voll, man hört überall Gelächter und Live-Musik. Die Leute tanzen ausgelassen und lassen sich beim Trinken ebenfalls nicht lumpen. Der Abend war im Vergleich zum Tag ein richtiges Highlight und schreit definitiv nach Wiederholungsbedarf!

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Tag 4 – Cliffs of Moher

Nach dem entspannten Aufstehen am gestrigen Tag hieß es an Tag 3 wieder aufstehen um 5.40 Uhr, Abfahrt um 7.30 Uhr. Nachdem wir an den vergangenen beiden Tagen in Nordirland und im Osten unterwegs waren, hat es uns an diesem Tag in den Westen zu den Cliffs of Moher gezogen. Vielen vielleicht auch aus dem Film „Harry Potter und der Halbblutprinz“ bekannt. Auf dem Weg dorthin haben wir Stopps im Fischerdorf Kinvara, am Bunratty Castle sowie in Doolin, der traditionellen Musikhauptstadt Irlands, eingelegt. Zunächst sind wir in einer einstündigen Bootstour an den Klippen entlang gefahren, was aufgrund ihrer Höhe von bis zu 214m sehr beeindruckend war – fehlten nur noch Harry und Dumbledore. Danach ging es dann rauf auf die Klippen, an denen wir gemütlich entlang gegangen sind und die beeindruckende Tiefe auf uns wirken gelassen haben. Unzählige Fotos wurden geschossen und die leichte Brise des Windes mit Ausblick auf das Meer in vollen Zügen genossen. Danach ging es zielsicher zurück nach Dublin und der letzte Abend wurde traditionell bei einem Guinness beendet. Wer sich für diesen Ausflug interessiert, den ich jedem ans Herz legen kann, bekommt hier weitere Infos.

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Tag 5 – Sightseeing in Dublin

Unser Abreise-Tag hat sich nicht als Ausflugstag angeboten und so wurde Dublin noch einmal unsicher gemacht. Mit einem traditionellen irischen Frühstück in einem kleinen Café ging es zum ersten Punkt auf der Tagesordnung: Das Gefängnis „Kilmainham Gaol“. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht, was sich als ziemlich langer Weg herausstellte. Also: Nehmt besser den Bus. Für mich war es eines der Highlights in Dublin. Durch die verschiedenen Stockwerke zu gehen und selbst einen Eindruck zu bekommen wie es dort früher gewesen sein muss war sehr interessant. Das Gefängnis ist eine äußerst beliebte Attraktion und so sollte unbedingt online ein Ticket gekauft werden. Mit 7 € ist das auch ein unschlagbarer Preis, da eine Tour inbegriffen ist. So erfährt man unter anderem, dass damals schon 12- und 14-jährige für das Klauen ins Gefängnis gekommen sind. Viele Straftaten wurden begangen, da es im Gefängnis drei Mal täglich etwas zu essen gab. Erst als das bemerkt wurde, wurden die Mahlzeiten auf einmal pro Tag reduziert. Doch selbst das war für die Meisten ein Grund, eine Straftat zu begehen. Zu viel möchte ich aber nicht verraten: Es ist ein Besuch wert! Im Anschluss waren wir schlauer und haben einen Bus ins Zentrum genommen, um die letzten Spots abzulaufen und uns schließlich dem Shopping zu widmen. Anlaufstellen sind hier die Grafton Street und das St. Stephens’s Greem Centre. Aufgrund der begrenzten Zeit haben wir nicht alles schaffen können. Whiskey-Liebhaber kommen mit dem Old Jameson Distillery auch nicht zu kurz. Eine 50-minütige Führung kostet 16 € (Online-Preis: 14,40 €). Ganz klassisch und wahrscheinlich allseits bekannt gibt es noch die Hop On Hop Off Tour. In Dublin gibt es drei Anbieter. Die Preise variieren von 10 € bis 22 €. Infos dazu bekommst Du in jedem Hotel/ Hostel vor Ort, meistens direkt inklusive Buchungsmöglichkeit.

Nach fünf tollen Tagen mit unglaublichen Eindrücken der Küste Irlands und dem Stadtbild Dublins ging es Sonntagabend wieder zurück in die Heimat.

 

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Kosten für 5 Tage Irland

Eine wahrscheinlich noch offene Frage, die auf Interesse stößt, ist die Frage nach den Kosten. Für die 5 Tage haben wir jeweils rund 550 € ausgegeben, was sehr gut gewirtschaftet war, da wir wie ein Fuchs auf der Lauer auf die Kosten für Flug, Unterkunft und Verpflegung geschaut haben. Die Kosten teilen sich in etwa so auf:

 

  • 120 € Flug
  • 120 € Unterkunft
  • 18 € Guinness Storehouse
  • 7 € Kilmainham Gaol
  • 59 € Giant’s Causeway
  • 31 € Wicklow Mountains Nationalpark
  • 45 € Cliffs of Moher
  • 150 € Weitere Ausgaben (Verpflegung/ Fahrtickets)

Fazit

In fünf Tagen kann man kaum mehr Programmpunkte unterbekommen. Das bedarf natürlich einer guten Planung im Vorfeld, wird aber mit unglaublichen Eindrücken und Sehenswertem an der Küste belohnt. Nachdem ich Dublin nun gesehen habe, würde ich dafür nicht unbedingt nochmal hinfahren. Die Küste würde ich hingegen sofort nochmal bereisen und da lässt sich ein Tag in Dublin mit einer Hop On Hop Off Tour schnell unterbringen, um auch die letzten Highlights zu sehen. Zwar bin ich selbst nicht mit dem Motorrad unterwegs, doch kann ich mir einen solchen Trip auf eigene Faust für begeisterte Fahrer sehr gut vorstellen. Für mich bleibt nur noch eins zu sagen: Bis bald Irland, es war schön mit dir!

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