5 Tage, 3 Freunde und 5 besuchte Orte in Irland. Am Ende stand dies für einen erlebnisreichen Urlaub und Erinnerungen fürs Leben.

Los ging es an einem Mittwochmorgen von Düsseldorf Richtung Dublin. Dort waren wir im „The Dublin Central Hostel“ untergebracht. Das stellte sich als ziemlich gute Entscheidung heraus, da es – wie der Name verrät – ein perfekter zentraler Ausgangspunkt war, um möglichst viel von Irland zu erkunden. Mit 30 € pro Nacht inkl. einem kleinen Frühstück, bestehend aus Cornflakes, Müsli und Toast mit Marmelade, war auch der Preis unschlagbar. Dabei versteht sich von selbst, dass man keinen Luxus erwarten durfte. Es war sauber, die Menschen freundlich und WC/ Dusche waren direkt auf dem Zimmer. Für uns vollkommen ausreichend, da wir eh immer unterwegs waren.

Vorbereitung ist alles

Wenn ich in den Urlaub fahre, mache ich die Dinge gerne spontan vor Ort aus und lasse mich überraschen, was mich so erwartet. Bei Städte-Trips ist das jedoch anders. In den fünf Tagen wollten wir möglichst viel sehen und nicht nur auf einen Aufenthalt in Dublin zurückblicken können. Vorbereitung ist alles: Eine große Hilfe war www.getyourguide.de – darüber haben wir all unsere Touren gebucht. Schließlich fiel unsere Entscheidung für die Touren auf den Giant’s Causeway, den Wicklow Mountains Nationalpark und den Cliffs of Moher.

Tag 1 – Sightseeing in Dublin

An unserem ersten Tag sind wir gegen Mittag in Dublin angekommen. Praktischerweise fährt vom Flughafen aus der Bus „Airlink“ zu einer Vielzahl populärer Orte in Dublin. Pro Fahrt kostet das Ticket 6 €, kauft man direkt das Hin- und Rückfahrticket sind es 10 €. Nach der Ankunft im Hostel und dem Beziehen unseres Zimmers haben wir eine nette Einweisung bekommen, wo sich was befindet und wie wir zu unseren Treffpunkten kommen, um unsere Touren wahrzunehmen. Eine Weisheit vorab: Die Iren können gar nichts dafür, dass es ca. 900 Pubs gibt. Es regnet so häufig, dass man entsprechend viele Unterstellmöglichkeiten braucht. Klingt logisch, oder? J

Dublin lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Vorab haben wir auch eine Tour im Guinness Storehouse gebucht, so haben wir nochmal ein paar Euro gegenüber dem Vor-Ort-Preis gespart. Wer eine solche Tour noch nicht gemacht hat, für den ist es bestimmt interessant. Für uns war es ok, aber unserer Meinung nach nicht unbedingt ein Must-See in Dublin, da die Gegend sehr industriell ist und somit nicht ansehnlich ist. Auf dem Weg dorthin lässt sich Dublin aber schon prima erkunden, da man u.a. am Fluss Liffey entlang läuft – bei Sonne eine schöne Strecke. Wer auf Museen und Kirchen steht kommt in Dublin auch nicht zu kurz: Irisches Nationalmuseum, National Gallery of Ireland,  St. Patrick’s Cathedral, The Little Museum of Dublin, Dublin Castle, Christ Church Cathedral – die Liste ist endlos. Interessant ist vor allem das Trinity College. Es ist schon sehr beeindruckend zu sehen, wie die Studenten dort ihre Kurse wahrnehmen. Man merkt auch, dass Dublin eine Studenten-Stadt ist: Überall gibt es Angebote und Rabatte – Studentenausweis also nicht vergessen, wenn einer vorhanden ist! Den Abend haben wir dann in einem ruhigeren Pub bei guten Essen, Live-Musik und dem ein oder anderen Guinness bzw. Kilkenny ausklingen lassen. Wie in allen Städten ist man auch in Dublin nicht vor den Touristen-Fallen bewahrt. Es lohnt sich, in die Seitenstraßen abzubiegen – es lässt sich wahres Geld sparen 😉

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Tag 2 – Giant’s Causeway

Die Aufsteh-Zeit an Tag 2 hatte es in sich. Um 4.40 Uhr ging der erste Wecker, denn um 6.30 Uhr war Abfahrt am Treffpunkt! Die Iren sind bekannt für ihr Talent als „Story-Teller“. Unser Fahrer an dem Tag sollte das zu 100% bestätigen. In meinem ganzen Leben – und das ist mittlerweile auch schon etwas mehr als ein Vierteljahrhundert – habe ich noch niemanden kennengelernt, der mit so viel Enthusiasmus und Überzeugung die Legenden des Landes erzählt hat. Die dreistündige Fahrt wurde so kurzerhand zur Abenteuer-Fahrt, auf der man einiges über die Iren und deren Weisheiten erfahren hat. Auf dem Weg zum Giant’s Causeway wurden ein paar Zwischenstopps eingelegt. So konnten wir uns beispielsweise noch die „Dark Hedges“ ansehen, die u.a. Kulisse in Games of Thrones sind. Nach diesem Stopp ging es zielstrebig zur Hängebrücke „Carrick-a-Rede Rope Bridge“. Diese hat eine Länge von 20m und befindet sich in einer Höhe von 30m. Für Menschen mit Höhenangst also definitiv nichts außer einem Herzinfarkt. Die unbewohnte Insel Carrick-A-Rede befindet sich in Nordirland vor der Küste des County Antrim. Um genau zu sein zwischen Ballycastle und Ballintoy. An stürmischen Tagen ist die Brücke gesperrt, da es einen ansonsten in die Tiefen des Meeres reißt. Für alle mutigen ist es aber definitiv einen Blick wert. Bis zum Anfang der Brücke wird man durchgelassen, damit man zumindest einen Schnappschuss machen kann. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann schließlich zur UNESCO-Welterbestätte, dem Giant’s Causeway. Dort hat man die Möglichkeit sich zwischen zwei Wegen zu entscheiden – je nach Laufbegeisterung 😉 Der Giant’s Causeway verläuft insgesamt 5km an den Klippen entlang und endet im Meer. Einmal auf dem obersten Punkt angekommen, bot sich uns eine unglaubliche und beeindruckende Kulisse: Wenn man dem Fahrer ein Ohr geschenkt hat, weiß man, dass der Giant’s Causeway aus insgesamt 37.000 Basaltsäulen besteht, die sage und schreibe 60 Millionen Jahre auf dem Buckel haben. Auf dem Rückweg nach Dublin haben wir noch nach 80km einen letzten Stopp in Belfast gemacht. Knapp eine Stunde hatten wir Zeit die Stadt zu erkunden und einen Abstecher in den bekanntesten Pub Nordirlands „The Crown“ zu machen. Für einen ersten Eindruck hat sich das prima angeboten. Wer sich allerdings das Titanic-Museum anschauen möchte, muss einen separaten Ausflug einplanen, das ist in der Zeit nicht zu schaffen. Ich kann nur empfehlen, diesen Tages-Ausflug zu machen. Für mich mein absolutes Highlight! Gebucht haben wir die Tour hier.

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Das war es mit dem ersten Teil von meinem Irland-Reisebericht. Den nächsten Teil findet ihr am nächsten Samstag auf scribez.de!

 

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