Von Carolin F.

Man mag es kaum glauben, aber es gibt Menschen, die noch nie so richtig Single waren. In diesem Sinne. Hallo! – Caro, 22 und schuldig. Herzlich Willkommen im Single-Dasein. Im ersten Moment erfreut über die neugewonnene Freiheit, im zweiten erschrocken über die neue Situation. Seit meiner letzten Single-Phase ist etwas Zeit vergangen und so stellte sich mir zügig die Frage: Wie geht das nochmal?

Schritt 1: Was fange ich mit meiner Freiheit an?

Direkt ins nächste Beziehungsabenteuer stürzen oder die freie Zeit genießen? – Nein! Das hat beim letzten Mal auch nur semi-gut funktioniert. Alles auf sich zukommen lassen. Verrückte Dinge tun, die alleine besser klappen als zu zweit. Verrückte Dinge tun, die zu zweit einfach besser klappen als alleine…. Sich tätowieren? Hier das Für und Wider abwägen! Zeit mit spontanen und liebenswerten Menschen verbringen. Einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Verreisen. Lesen. Gut essen. Tanzen, bis die Gelenke schmerzen. Ausziehen, in vielerlei Hinsicht. Neue Leute treffen und im besten Fall Mr. Right.

Ein erklärtes Ziel, was aber wirklich noch eine Weile warten kann. An erster Stelle steht das Genießen und Erleben. Ein guter Start schien mir ein Abstecher ins Düsseldorfer Nachtleben. Fettiges Essen, Alkohol, die besten Freundinnen, mehr Alkohol, Bars, Shots, Club und Tanzen. Am Tag danach war die Idee schon irgendwie nicht mehr so geil. „Dreimal kotzen innerhalb einer Woche Caro, das gilt es zu toppen.“ – Ich liebe meine Freundinnen.

Wir halten fest. Mit 18 geht pausenloses Party-machen irgendwie klar. Mit 22 fühlt man sich wie eine alte Schachtel und bangt am nächsten Tag um sein Leben. Daher konzentrieren wir uns vorerst auf das Genießen. Sei es, mal wieder ein gutes Buch zur Hand zu nehmen, oder aber sich nach Monaten wieder bei Netflix anzumelden und seine Meinung über „User-Generated-Content“ nochmal zu überdenken: „Hallo Carolin, möchtest du dein Abo wiederaufnehmen? Pretty Little Liars hat dich schon vermisst! Freu dich nicht zu früh. – A. Immer eine gute Option.

Schritt 2: Du bist nicht alleine!

So schön Freiheit auch sein kann, spätestens nach zwei Wochen beschleicht dich das seltsame Gefühl, alleine auf der Welt zu sein. Zweifel machen sich breit. „Netflix and chill“ kann eben auch nicht immer positive Auswirkungen haben.

Warum genau hat man sich nochmal getrennt? War das eigentlich nötig? Die Beziehung hatte doch auch gute Seiten oder nicht? Stopp! Um Depressionen und Rückfälle zu vermeiden, wenden Sie sich bitte an Ihre Freunde, Familie oder den Spirituosen-Fachverkäufer Ihres Vertrauens! Alleine ist man nie. Im schlimmsten Fall hat man immer noch sich selbst. Zweite poetische Weisheit: Der nächste kommt bestimmt. Auch wenn es nicht immer Mr. Right ist, Mr. Bad muss auch keine schlechte Wahl sein.

Schritt 3: Mr. Right spaziert nicht einfach in dein Schlafzimmer! Dafür du in Mr. Bad‘s…

Eine Erkenntnis, die einen bereits in den frühen Teenagerjahren ereilt. Wieso eigentlich nicht? Mein Schlafzimmer ist echt schön! Hallo Mr. Right, die zweite Seite im Bett ist meistens frei! So naiv bin ich ja dann leider doch nicht. Es wird also Zeit, herauszufinden, wo man Mr. Right (oder einfach erstmal einen Mr.) heutzutage kennenlernt. In der Altstadt? – Überfüllt, aber möglich. In einer Bar? – Drinks umsonst. Im Club? – Mööp… diese Story folgt ein anderes Mal… – Beim Sport? – Vollgeschwitzt und mit rotem Kopf. Geil. Per App? – Hier geht’s zu Kiras Tinderella- Story. Jede Menge Möglichkeiten mit vielen Vor- und Nachteilen.

Wie meine Oma so schön sagt: „ Es müssen viele Frösche geküsst werden…“ Jaja  -_-

Erste Schwierigkeit: Sich das Kennenlernen nicht als Disziplin stecken, sondern einfach locker bleiben. Ein einfaches Gespräch kommt in den meisten Fällen eh erst gar nicht zu Stande. Leider. Aber das ist definitiv eine andere Geschichte. Zunächst halten wir uns an die Schritte 1 bis 3 und hoffen, nicht noch in tiefe Trauer oder Selbstmitleid zu verfallen. Solltet ihr längere Zeit nichts von mir hören, ruft einen Notdienst oder bringt mir Schokolade 🙂

Wir hören voneinander. Das nächste Mal hoffentlich mit Erfolgsstorys.

 

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