In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit sind Freunde und Freundschaften immer wichtiger geworden. Freunde sind die Familie, die man sich aussuchen kann, heißt es doch und trotzdem gibt es hin und wieder Momente, in denen man langjährige Freundschaften hinterfragt.

Menschen mit großen Herzen sind Mangelware geworden und doch begegnet man dem ein oder anderen noch immer auf den Straßen dieser Welt. Menschen, die alles 1000 mal analysieren, sich Worte zu Herzen nehmen und das Wohl anderer über das Eigene stellen. Menschen, die Freundschaften pflegen und Entscheidungen zum Wohl ihrer Freunde überdenken.

Wohltäter in einer Generation voller Oberflächlichkeit! Leider sind es eben diese Menschen, die verletzt, enttäuscht und ausgenutzt werden. „Mit ihm/ihr kann man es ja machen.“ Empathie scheint keine Selbstverständlichkeit mehr zu sein. „Freunde“ findet man ja schließlich an jeder Ecke. „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden“ , Quantität vor Qualität.

Ist es wirklich wichtig, unzählige Facebook-Freunde zu haben und bei WhatsApp in acht verschiedenen Gruppen zu sein? Ist es wichtig, sich jede Woche mit anderen Menschen zu treffen und über belangloses Zeug zu quatschen? Ist es wichtig, an einem Samstagabend 2/3 des Clubs zu kennen? Was ist es, das heute noch zählt? Für mich sind es wahre Freunde! Freunde, die dich akzeptieren, wie du bist und auch ohne traurige Smileys im Chat merken, dass es dir schlecht geht. Menschen mit Empathie!

Wenn Freunde zu Feinden werden

„Sowas nennst du Freundschaft? Ich habe da langsam keine Lust mehr drauf! Reiß doch einfach dein Maul auf, wenn dich was stört!“, spätestens bei solchen Worten solltet ihr merken, dass ihr es längst nicht mehr mit einem Freund zu tun habt. Wo beginnt und endet Empathie und wann sollte man sich öffnen und seine Meinung sagen? Diese Frage beschäftigt mich bereits seit ein paar Monaten. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es Menschen gibt, die einfach nicht empathisch sind. Nicht in der Lage, sich in Mitmenschen einzufühlen oder Entscheidungen kritisch zu hinterfragen. In den meisten Fällen sind diese Menschen Egoisten. Ihr eigenes Wohl steht immer im Vordergrund. Ihre Meinung ist die, die zählt und im besten Fall tanzen alle nach ihrer Pfeife.

Was bewegt diese Menschen, habe ich mich gefragt und bin zu dem Schluss gekommen, dass es Unsicherheit ist. Egoisten verstecken ihre Unsicherheit hinter einer Fassade. Sie treten stark und einnehmend auf, aber im inneren sind sie unsicher. Sie scheren massenweise „Freunde“ um sich, um sich vor der eigenen Unsicherheit zu schützen. Viele Freunde = Beliebtheit? Menschen mögen mich? Menschen schätzen mich?

Ich denke nicht! Meiner Meinung nach gehört schon ein bisschen mehr zu einer Freundschaft dazu, als einmal im Monat essen zu gehen oder sich auf Partys zu verabreden. Freundschaft bedeutet, immer für einander da sein. Sich über tiefgehende Themen unterhalten zu können und nicht nur über die Arbeit oder das neueste Pärchen. Die Gefühlslage des Anderen erkennen und mit ein paar lieben Worten umkehren zu können. Das bedeutet Freundschaft.

Es kommt nicht darauf an, 40, 50 oder mehr Freunde zu haben. Es kommt darauf an, Menschen gefunden zu haben, die einen ein Leben lang begleiten können. Es wird immer Menschen geben, mit denen man einen Lebensabschnitt gemeinsam bestreitet, aber Freunde bleiben für immer!

Ein letzter Tipp an alle mit einem großen ♥! Lasst euch nicht ausnutzen. Erkennt eure Freunde und solche, die nur an sich denken. So schwer es auch ist. Distanziert euch von Fake Friends und konzentriert euch auf die Menschen, die sich tatsächlich für euch interessieren und bereit sind, um eine Freundschaft zu kämpfen!

 

„Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern!“ – Aristoteles

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