Von Sarah N.

Am Wochenende fuhren mein Freund und ich in die zwei Stunden entfernte Grachtenstadt Amsterdam. Da wir mit dem Auto fahren wollten, hatten wir uns vorher bereits informiert wo wir parken könnten. Unser Ziel war das „Parking Zentrum“ direkt neben dem Hauptbahnhof. Für den ganzen Tag bezahlt man dort 13 Euro. Ziemlich günstig für Amsterdam. Manche Parkhäuser verlangen für einen Tag 40 bis 60 Euro Parkgebühren, völlig überteuert.

Angekommen, kam man sofort an der „Oosterdokskade“ aus. Zahlreiche, sehr moderne Gebäude entlang des Flusses „Oosterdok“. Dort gab es hauptsächlich Cafés, Bars und Restaurants.

Da mein Freund und ich sehr spontane Menschen sind, hatten wir keine Ahnung was wir alles sehen wollten. Aber eins war schonmal klar: wir wollten ins Stadtzentrum! Man muss dazu sagen, dass Amsterdam den Namen als „Stadt der Fahrräder“ stolz vertreten kann, denn überall wo man nur hinschaut sieht man Fahrräder.

IMG_9358 IMG_9361 IMG_9364 IMG_9378

Als wir den Oosterdok überquert hatten liefen wir durch kleine Gassen. Die Gassen bestanden hauptsächlich aus Coffeeshops und Sexshops. Ich muss persönlich dazu sagen, dass der Geruch von Cannabis in den Gassen mich enorm gestört hat.

Schließlich sah man hinter den Gassen letztendlich eine große Einkaufsstraße. Jedoch bestand sie nur aus Fastfoodketten. Klamottenläden waren nicht mehr weit entfernt! Da mein Freund und ich einen riesen Hunger hatten, gingen wir zum Klassiker McDonalds. Kurz für den Hunger für Zwischendurch.

IMG_9351

Der große Marktplatz in Amsterdam

IMG_9377

Nach einiger Zeit kamen wir am Marktplatz „Dam“ an. Diesem Platz verdankt die Stadt ihren Namen, denn an dieser Stelle wurde im 13. Jahrhundert der erste Amstel-Damm erbaut. Der Marktplatz war gigantisch und mit Menschenmassen überfüllt. Kaum zu übersehen war natürlich der Königliche Palast, der im Jahre 1665 erbaut wurde. Zu diesen Zeiten sollten hier nicht Könige, sondern Bürgermeister residieren. Heutzutage kann das Gebäude von Besuchern besichtigt werden. Man kann sich vorstellen, dass das Gebäude alt aussieht, aber dennoch verleiht es dem Marktplatz ein gewisses etwas. Schräg gegenüber sieht man das bekannte Museum „Madame Tussauds“. Zuerst wollten wir beide in das Museum, doch die übertrieben lange Warteschlange hat uns abgeschreckt und da wir nur einen Tag dort waren, wollten wir die Zeit anders nutzen.

Je mehr wir durch die Straßen liefen, desto weniger hatten wir eine Ahnung wo wir überhaupt waren. Auf jeden Fall liefen wir an etlichen Grachten vorbei und ich muss sagen, es war sehr romantisch. Man wusste ja bereits vorher, dass Amsterdam als Grachtenstadt bekannt ist, aber dass die Kanäle so schön sind hätte ich niemals gedacht. Leider waren wir nur tagsüber da, nachts stelle ich mir das Ganze noch schöner vor.

An der nächsten Ecke sah man die erste Prostituierte. Und was hatte das wohl zu bedeuten? Ganz klar das Rotlichtviertel. Wobei ich auch sagen muss, dass es mich nicht wirklich umgehauen hat. Abends sieht es wahrscheinlich anders aus dort.

IMG_9357

Das letzte was wir uns vorgenommen hatten war shoppen, das darf natürlich nie fehlen. Also schlenderten wir durch die Einkaufsstraßen. Wir liefen durch die „Negen Straatjes“, ein Einkaufsviertel im Grachtenviertel. Dort gab es unter anderem viele Schmuckläden, Boutiquen und Vintage Shops. Zudem liefen wir ebenfalls durch die zwei wichtigsten Einkaufsstraßen „Kalverstraat“ und „Leidsestraat“. Dort findet man exklusivere Läden wie Flippa K oder Karen Millen aber auch die typischen Einkaufsketten wie H&M, Zara, Foot Locker usw. Als wir beschlossen hatten in Richtung Parkhaus zurück zu laufen, gingen wir noch kurz in das Kaufha      us „De Bijenkorf“ am Damplatz. Hier kann man bei teureren und hochwertigeren Marken einkaufen, wie zum Beispiel Burberry, Chloé, Kenzo und MAC.

Völlig erschöpft und hungrig fiel unsere Entscheid auf Vapiano an der „Oosterdokskade“. Neben Duisburg, ist es wirklich eins der schönsten Vapianos die ich kenne, denn man hat den perfekten Ausblick zum Hafen. So ließen wir uns den Abend ausklingen.

Für das nächste Mal sollte ich auf jeden Fall mehr Zeit mitbringen, vielleicht ein ganzes Wochenende, sodass ich Amsterdam auch mal „by night“ erleben darf. Aber ich kann es jedem nur empfehlen diese Stadt zu besichtigen. Amsterdam ist zu Recht eine der am häufigsten besuchten Städte Europas. Und als Tipp kann ich mitgeben, dass man vorher vielleicht planen sollte was man alles sehen will. Ich meine, wir haben zwar viel von der Stadt gesehen, aber ich bin mir sicher, wenn wir besser geplant hätten, hätten wir auch noch viel mehr gesehen!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

9 − 1 =