Ich habe den Besuch einer französischen Austauschschülerin meiner Schwester zum Anlass genommen, mal als Tourist in meiner Heimatstadt Düsseldorf unterwegs zu sein.

Am Aquazoo stiegen wir in den Hop-On Hop-Off Bus. Die roten Busse habe ich bis dato nie wirklich wahrgenommen. Warum auch, ich kenne meine Stadt sehr gut – dachte ich auf jeden Fall bis zu dem Tag.

Die Tour ging am Rhein vorbei Richtung Hauptbahnhof. Das erste Mal sind mir die ganzen schönen Gebäude am Rheinufer aufgefallen. Denn wer läuft schon in seiner Stadt durch die Gegend und denkt sich „Ach, ich gucke jetzt mal nach oben, da könnten ja schöne Häuser stehen“? Ich denke, das machen die Wenigsten! Ich habe es auch nur getan, weil die Frau in meinen Kopfhörern mir gesagt hat, dass ich das doch bitte tun soll.
Wir saßen richtig schön auf dem offenen Verdeck oben auf dem Doppeldeckerbus. Die Sonne schien und ich dachte alle paar Minuten, dass ich Düsseldorf noch nie so schön wahrgenommen habe. Vielleicht lag es an meiner Perspektive – von oben eben!
Den ersten Stop machten wir an der Königsallee. Die Austauschschülerin fand diese natürlich atemberaubend. Aber ich muss zugeben: Es war auch wunderschön! Der Kö-Graben glitzerte in der Sonne und es trubelten überall Menschen.
Nachdem wir dort ein wenig langgelaufen sind, ging es mit dem Bus weiter Richtung Hafen. Was macht man dort als Tourist? Natürlich auf den Fernsehturm gehen! Dort oben war ich bestimmt ein paar Jahre nicht mehr und ich fragte mich, wieso eigentlich? Der Ausblick war an dem Tag so genial, dass man richtig weit gucken konnte. Teilweise blieb mir zwar der Atem stehen, weil es so verdammt hoch war, aber es lohnte sich doch immer wieder.
Als Abschluss der Bustour ging es auf die andere Rheinseite nach Oberkassel. Dort bin ich sehr selten, auch wenn dieser Stadtteil einer der schönsten in Düsseldorf ist. Tatsächlich sind wir durch Straßen gefahren, wo ich vorher noch nie gewesen bin.

Die zahlreichen Informationen, die man über die Kopfhörer in fast jeder Sprache während der Fahrt hören kann, waren mir zu 90% natürlich auch neu. Mit der Geschichte meiner Heimatstadt hatte ich mich noch nicht wirklich beschäftigt – leider.

Als Fazit kann ich sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, für einen Tag Tourist in seiner eigenen Stadt zu sein. Man erfährt und sieht Dinge, die einem sonst nie aufgefallen wären. Mein Tipp: Macht eure Entdeckungstour am besten im Sommer! Denn das offene Deck des Busses ist herrlich und man bekommt während der Fahrt noch eine schöne Bräune. Außerdem sieht im Sommer alles vieeeeel schöner aus 🙂

 

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