Hallo, ich bin Kira. Achso, äh, Entschuldigung, ich meine natürlich: Haay Mäuschen! *Küsschen links, Küsschen rechts*

Vorab: Okay, manchmal habe ich den Drang zum Übertriebenen. Aber das Abgeschlecke habe ich mir wirklich nicht ausgedacht! Schließlich werden hier die Gedanken „Mist, sind meine Hände noch dreckig von der Stallarbeit“ oder „Kann der sich nach dem letzten Schützenfest wohl noch an mich erinnern?“ durch „Hm, gibt dieser Mensch nun drei oder zwei Küsschen?“ und „Wie gut kennt mich dieser Mensch nochmal?“ abgelöst! Zumindest, wenn es um die Mädchensicht geht.

Aber, back to the beginning!  Eigentlich komme ich aus einem Dorf mit, wenn es hochkommt, 6000 Einwohnern! Von denen 70 Prozent Ü-60 und 20 Prozent Kühe sind. Bei den restlichen 10% bin ich mir da nicht so sicher. Und Bier gibt es bei uns auch, viel! Wer das „Warsteiner“ kennt, kennt direkt auch meinen Nachbarort Warstein.

Seit einem Jahr lebe ich nun in Düsseldorf und kann aber immer noch nicht genau sagen, was ich besser finde. Setzt sich aber auch bestimmt durch die Gedanken meiner Eltern zusammen. Während hier nämlich der weibliche Teil totales Fernweh nach der großen Stadt hat, ist der Testosteron-Bolzen fest davon überzeugt, dass es sich im Kleinen einfach besser lebt, wobei hier das Argument „mehr Parkplätze“ wirklich ein großer Teil der Argumentation ist.

Ich bin also in dieser Situation diejenige, welche auf der Wippe hin und her läuft und mal den einen und dann wieder den anderen in die Höhe katapultiert, weil meine Meinung ebenso schwankt.

Kennt man das überhaupt in einer Stadt? Also, so richtig Wippen? Nicht diese „Hauptsache schön, total ausgefallen, auch wenn das euch total den Spaß versaut und den Anschein erweckend, dass wir kinderfreundlich sind“-Wippen. Ich meine diese aus Holz, wo zwei Menschen hintereinander auf einer Seite sitzen können, um eventuell auch davon abzulenken, dass einer schwerer als der andere ist und von denen man schon von Weitem eine „Poff – „Auaa“ – Poff – „Ach!“ – Poff – „Stell dich“ – „Poff“ – „nicht so an!“ – Poff“ – Konversation der beiden Passagiere der linken Seite des Wippen-Katapults hören kann.

Wenn ich aber wieder zum Wesentlichen komme, dann fällt es mir tatsächlich wirklich schwer, was denn jetzt nun besser ist: Dorf oder Stadt.. Ich denke auch, dass es hier nicht in schwarz und weiß aufteilbar ist.

Vielleicht ist es schön, in der ländlichen Region aufzuwachsen, dann das Große zu entdecken, um dann, wenn man alt und gesittet ist, wieder in die Heimat zurückzukehren? Aber, wenn das hier und jetzt entscheidend wäre: Ich glaube, wir jungen Menschen sind in der Stadt dann doch echt gut aufgehoben! Hier ist man unter Gleichgesinnten und kommt einfach weiter! Oder doch nicht? Also, so beeinflussbar wie wir sind, könnte sich das Leben hier doch schon irgendwie ein bisschen (zu) sehr auf uns auswirken und verändern! Und die Hauspartys kann man sich in den Wohnungen hier auch abschminken, die wahren finden nämlich nur in echten Häusern statt! Und kleine Hamster auch.

„In der Stadt kann man doch soo geil shoppen!“, „Jaa, dafür braucht man aber auch erstmal Geld..“, „Ach, hab ich! Job-Überschuss hier!“, „Auf dem Land ist es soo langweilig!“, „Nö, eigentlich nicht. Man kann durch Felder rennen, Eis essen, überall laut Musik hören, Kühe schubsen, auf Strohballen Klettern, Hochsitze kapern und soo viel mehr! Und das Beste: Umsonst!“, „Stimmt, und in der Stadt ist der Verkehr soo schrecklich!“, „Naja, aber dafür brauchen wir nicht 1 Stunde auf den nächsten Bus warten“, „Im Dorf ist ja eh nie was los mit Feiern und so“, „Ach, ich denke doch! Zuerst einmal feiert man sein Leben und dann werden auf Abi-, Garten- und Privatpartys die Füße zertanzt und zertreten! Das ist günstiger und muss auch nicht immer erst ab 16 sein, hehe!“

Und so weiter. Auch im Freundeskreis sind die Vor- und Nachteile immmer ein bisschen ausgeglichen. Das Duell Dorf vs. Stadt endet also: Unentschieden! Mein persönliches Fazit ist jedoch: DüsselDORF, mein Herz schlägt für dich!

 

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