Der Blick ins Netz? Was ist das? Beim Blick ins Netz möchte ich euch ein Mal pro Woche die volle Dröhnung verpassen. Ich gebe euch kurz die wichtigsten Nachrichten wieder, die irgendwie mit dem Internet zusammen hängen. Immer mit der Quelle, immer mit Meinung, nie ganz dicht!

Es war eine einseitige Woche im Netz. Twitter hat in dieser Woche sehr viel entschieden und sehr viel hat sich um das kleine 140-Zeichen-Netzwerk ergeben. Außerdem ist ausgerechnet der Innovations-Leiche Microsoft eine echte Überraschung gelungen.

Der Reihe nach:
Twitter launcht „Moments“ in den USA

Was sind Moments? Moments sind wichtige aktuelle Geschichten bei Twitter. Diese werden – aktuell nur in den USA – in einem eigenen Tab angezeigt, bzw. mobil über einen eigenen Button gestartet. Twitter hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit einem stagnierenden Nutzerwachstum zu kämpfen. Was in den meisten Branchen kein Problem ist, ist bei sozialen Netzwerken problematisch. Es ist nicht so, dass sie keine neuen Nutzer mehr bekommen hätten, der Zuwachs ist allerdings nicht mehr gestiegen. Zwischenzeitlich gab es unter Twitter-Nutzern die Befürchtung, die 140-Zeichen-Grenze könnte abgeschafft werden. Ich denke wir alle sind erleichtert, dass es dazu nicht gekommen ist.

 

Jack Dorsey wird fester CEO von Twitter

Der Mitgründer und ehemalige CEO des sozialen Netzwerks sowie der Gründer und CEO von „Square“ wird wieder fester CEO von Twitter. Das hat er natürlich über seinen Account bei dem sozialen Netzwerk mitgeteilt. Nach dem er im Juni als Interims-CEO eingesprungen war, ist er nun tatsächlich wieder offiziell als dauerhafter Geschäftsführer von Twitter zu bezeichnen. 2006 war Jack Dorsey bereits CEO, ging aber bereits 2008, da ihm die nötigen Management-Fähigkeiten fehlten. So wurde er dann stattdessen Vorsitzender des Vorstandes. Im Mai 09 präsentierte er Square, einen mobilen Bezahldienst und dieses Jahr im Juni wurde er wegen der anhaltenden Probleme Interims-Geschäftsführer und nun hat er das Ding endlich wieder in der Tasche. Puh, ich hoffe er hat große Kreditkarten, denn: Geschäftsführer von Twitter, Gründer von Twitter, Gründer von Square und Geschäftsführer von Square – Das ist einiges. Es bleibt zu hoffen, dass es meinem liebsten sozialen Netzwerk bald besser geht.

Berliner U-Bahn als Lego-Modell

Kein Witz. Ein findiger Berliner kam auf die Idee, dass man doch aus der geliebten Berliner UBahn ein Legoset machen kann. Also hat er es bei Lego Ideas eingereicht und aktuell wartet man noch auf Unterstützung. Er hat insgesamt ein Jahr Zeit genug Unterstützer zu finden ( man benötigt 10.000), dann wird die Idee Realität. 10.000 Menschen sollten doch verrückt genug sein, dass Wahrheit werden zu lassen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Da fällt mir ein: Welche Dinge aus eurem Leben würdet ihr gerne als Lego-Set sehen?

Microsoft präsentiert Neuheiten und „One more Thing“ 

Ja, liebe Apple-Freunde – diesen Satz kennt ihr. Schließlich war doch der große Visionär Steve Jobs es, der damals mit „One more Thing“ das erste iPhone ankündigte. Doch dieses Jahr hat Microsoft nicht nur die Nase, sondern den ganzen Kopf vorn. Doch gehen wir zurück. Am Dienstag den 06.10. hat Microsoft eine Produktpräsentation abgehalten. Neben dem obligatorischen Kram, neues Lumia hier, neues großes Lumia da. Außerdem kann man Windows Phone-Geräte nun auch über ein Dock als Rechner nutzen.

Doch dann platze die Bombe: Microsofts „Surface Book“ Liebe Apple-Fans, liebe Android-Freunde, liebe Tech-Narren: Stellt euch vor, man würde ein Macbook mit ordentlich Power ausstatten, Windows installieren und das Ganze mit dem neuen iPad Pro fusionieren. Genau das war Microsofts Ansatz beim Surface Book. Man nimmt die bisherige Surface-Pro-Reihe (die am Dienstag auch in die vierte Runde ging) und verbindet es mit einem zeitlos-edlen Design eines High-End-Laptops. Die Tastatur lässt sich abnehmen oder umklappen um das Surface Book als Tablet zu nutzen – wahlweise auch mit Stift, aber nicht für 99 Euro Aufpreis, sondern inklusive. Doch wieso die doppelte Tablet-Lösung? Nun ja, im Tastatur-Dock liegt ein starker Grafikchip, mit dem der geneigte Nerd Videoschnitt-Programme oder rechenintensive Games – Fallout 4 lässt grüßen – spielen kann. Ohne Tastatur kann man das Tablet einfach als Multimedia-Center oder „normales“ Tablet nutzen, ihr wisst schon: Bisschen Angry Birds, ein paar Folgen Big Bang Theory auf Netflix oder Maxdome streamen oder sich das neue Dr. Dre-Album auf Spotify gönnen.

Was bleibt zum Surface Book zu sagen? Ich bin kein Fan der bisherigen Surface-Reihe, aber das Surface-Book klingt wie die „Mother of God“ der mobilen Workstations. Warum Apple diesen Schritt nicht schon lange gemacht hat ist mir ein Rätsel. Aber es spricht für die verschiedenen Ansätze, die die beiden Firmen die mit Google das Trio der wertvollsten Firmen der Welt darstellen, verfolgen. Apple auf der einen Seite mit drei völlig unterschiedlichen Systemen (watchOS, iOS und Mac OSX), die miteinander kommunizieren, gegenüber steht Microsoft dessen Windows-Systeme (Windows, Windows RT und Windows Phone) langsam aber sicher zu einem einzigen verschmelzen. Könnte ein spannendes Duell werden. Hat jemand Popcorn?

Kleiner Nerdstuff am Schluss: Mit HoloLens hat Microsoft außerdem einen Prototypen vorgestellt, der Hologramme in die echte Welt bringen soll. Ich fühl mich wie Sheldon Cooper.

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