Wow, ich mach das ganze schon seit fünf Wochen? Läuft doch bisher janz jut. Und jetzt anschnallen und Sitze in eine aufrechte Position!
Auf geht die wilde Fahrt mit dem fünften Blick ins Netz.

Amazon eröffnet ersten physischen Store

Amazon war mal ein Online-Buchhändler. Doch in der Zeit der lokalen Online-Dienste kann sich auch ein multinationales Unternehmen neu erfinden. Also hat Amazon am Dienstag in Seattle „Amazon Books“ eröffnet – den ersten richtigen Buchladen des Online-Giganten. Der Fokus wird dort auf Büchern liegen, ähnlich wie bei der deutschen Kette „Thalia“. Allerdings wird es dort ebenso die Tech-Gadgets geben, die Amazon unter dem Kindle- bzw.  Fire-Label vermarktet und produziert. Ebenfalls vergleichbar mit Thalia, wo ja auch die Tolino-E-Reader begutachtet werden können. Das Store-Konzept wird aller Wahrscheinlichkeit erst mal auf die USA beschränkt bleiben und ich denke in Deutschland würde es keinen Sinn machen. Denn Thalia verfolgt praktisch das gleiche Konzept – sie punkten durch physische Läden in der Stadt und den Online-Store.  Damit sind sie im gesamten deutschsprachigen Raum der Marktführer. In den USA wäre das Barnes & Noble, allerdings hat die Amazon-Gruppe durch ihre Tablets, den Fire-TV, Prime Instant Video und die anderen Zusatzdienste mehr Angriffsmöglichkeiten als in Deutschland.

Twitter schafft das Favorisieren ab

Am Dienstag dann die Horrormeldung:
Auf Twitter gibt es keine Favo-Sternchen mehr, sondern jetzt kleine Herzchen, die „Gefällt mir“ bedeuten. Das mag sich nach einer Kleinigkeit anhören, allerdings versucht Twitter, sich damit Facebook anzunähern, um mehr Nutzer zu gewinnen. Prinzipiell eine gute Idee, allerdings, wenn man die langanhaltenden Gerüchte um eine mögliche Abschaffung der 140-Zeichen-Grenze dazu in Bezug setzt, könnte Twitter sein wichtigstes Merkmal verlieren: Seine Geschwindigkeit (lest hierzu auch Twitter. Eine Gesellschaftskritik in 140 Zeichen.). Ich hoffe einfach, dass das eine reine Schönheitssache war und dass sich an dem Netzwerk sonst nichts ändert. Denn Twitter kann es sich ohne steigendes Nutzerwachstum nicht leisten, seine Nutzer zu verprellen.

Pokémon GO könnte nächsten Monat starten

Das ist wirklich eine Neuigkeit. Pokémon GO, das nächste große Ding von Ingress-Entwickler Niantic könnte noch dieses Jahr verfügbar sein. Damit wäre es die zweite App mit Nintendo-Inhalten, wenn auch nicht von Nintendo entwickelt. Das meldet realtytoday.com. Auch könnte es noch dieses Jahr neue Informationen zu Pokémon Z geben, dem Nachfolger von X und Y. Auf Pokémon GO freue ich persönlich mich besonders, da ich schon Ingress wahnsinnig geil fand und die Idee, nun statt Portalen Pokémon zu finden, finde ich echt grandios. Sollte das Spiel noch dieses Jahr starten, ist die Frage, ob Nintendo das Handset Pokémon GO Plus auch schon dieses Jahr verkaufen wird oder nicht. Falls ihr euch einen Blick machen wollt, wie Ingress ist und wie Pokémon GO sein könnte, das Spiel gibt es als App für Android und iOS.

Facebooks Benachrichtigungen werden mächtiger

Facebook-Benachrichtigungen waren bisher zwar ganz nett, aber meist eher nervig. Geburtstage, Nachrichten auf dem eigenen Profil. Also alles, was ich mir angucken kann, wenn ich Facebook sowieso aufmache. Allerdings sollen die Benachrichtigungen nun in die Richtung von Googles Now oder Apples Siri gehen.
Facebook informiert dich, welche Filme in dem Kino in deiner Nähe gerade laufen, wie das Wetter wird, welche Restaurants es gibt, die  Facebook-Seiten der Restaurants und so weiter und so fort. An sich keine schlechte Idee, aber mir persönlich schmeckt es nicht, dass Facebook versucht, an allen Orten des Internets gleichzeitig zu sein. Wirtschaftlich müssen sie sich breiter aufstellen, aber ob das in der Realität klappen kann, ist fraglich. Mit „Facebook Home“ sind sie damals grandios gescheitert. Ob das jetzt immer noch so wäre, weiß man nicht. Nur ich denke, die iPhone-Nutzer unter euch werden eher in der iOS-Benachrichtigungszentrale gucken, ich als Android-Nutzer gucke eher in der Google-App nach. Ob sich die Funktion durchsetzt – wer weiß. Dennoch ist es interessant, wie breit Facebook die Marke mittlerweile aufstellt. So viele Funktionen in einem sozialen Netzwerk. Man merkt definitiv, dass Facebook zusammen mit Google die Infrastruktur des Internets darstellen.

Das war es mit dem Blick ins Netz für diese Woche. Schaut auch beim nächsten Mal wieder rein!

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