Hallo zusammen, es ist mal wieder Zeit für den Blick ins Netz, heute kann es natürlich nur ein Thema geben: Pokémon GO!

Das Spiel hat im Moment wirklich alles im Griff. Aber es gibt zwei große Positionen: Die einen, die das Spiel feiern und die anderen, die sich fragen, wieso es ein Spiel braucht, um vor die Tür zu gehen. Darum möchte ich mich im heutigen Blick ins Netz genau damit Beschäftigen: Mit den zwei Seiten der GO-Medallie.

Warum das Spiel so gut ist

Das ist glaube ich der erste Streitpunkt. Dabei ist es einfach und genial. Pokémon gilt zusammen mit den anderen Nintendo-Reihen als eine der erfolgreichsten Videospielreihen der Welt. 90% der heutigen Pokémon-GO-Spieler (zumindest in den USA, Japan und Westeuropa) haben früher schon Pokémon-Spiele auf dem Gameboy oder Nintendo DS gespielt. Und wenn man wie ich, im zarten Alter von 3 Jahren (damals noch auf dem Schoß von meinem Bruder) das erste Mal mit diesen Monstern in Berührung kommt, baut man ein spezielles Band mit ihnen auf. Mit 3 Jahren beginnt übrigens auch die Gedächtnisleistung einzusetzen.

Das ist wichtig zu wissen, denn das erste Pokémon kam in Deutschland 1999 auf den Markt: Gelb, Rot und Blau. Diese Spiele bildeten für viele der heutigen Gamer und nicht-Gamer den Einstieg in die Welt der Videospiele. Und jeder der früher Pokémon gespielt hat, hatte einen Gedanken: „Es wäre cool, Pokémon im echten Leben zu fangen!“ Mittlerweile sind wir technisch weit genug, dass wir dazu in der Lage sind, sie beinahe real zu fangen. Stichwort Virtual Reality und Augmented Reality. Daher ist es klar, dass ein solches Spiel einen gigantischen Hype auslöst.

Es ist auch nicht alles Gold was glänzt

Natürlich muss man das ganze mit Bedacht sehen. Wenn Spieler gegen Straßenlaternen, Mauern oder Züge laufen, dann ist nicht das Spiel Schuld, sondern der (in dem Fall fehlende) gesunde Menschenverstand. Und natürlich ist auch dieses Spiel wieder mit dem Freemium-Modell ausgestattet: Die App ist kostenlos, aber In-App-Käufe erleichtern das Spiel durch Pokébälle, Lockrauch und ähnliche Items, die man für kleines Geld bekommen kann. Dennoch hat die App aus dem Stand eins geschafft, was bisher wenigen Apps gelungen ist: Sofort die gesamte Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zu ziehen. Wer effektiv Pokémon GO spielt, kann in der Zeit nichts anderes tun: Nicht mal eben die neuesten Tweets lesen oder durch den Facebook-Feed scrollen. Sie fesselt den Spieler an den Bildschirm. Aber es ist de facto nicht so, dass die Nutzer mehr Zeit am Handy verbringen, sie verbringen sie nur ausschließlich mit Pokémon fangen. Und das ist erstmal nichts schlechtes.

„Wieso braucht es ein Spiel, damit ihr raus geht. Ich hab damals noch im Wald gespielt!“

Ihr kennt den Satz alle, aber  er ist gar nicht so unqualifiziert, wie er klingt. So schwer sich das einige Leute vorstellen können: Auch ich, Ober-Nerd und -Gamer, habe früher im Wald gespielt. Nur bin ich mittlerweile 20. Und welcher 20-jährige spielt noch im Wald. Klar sind damit vor allem jüngere Spieler gemeint, aber ich glaube da ist das Problem ein ganz anderes, nämlich Relation. Die bisher jüngsten GO-Spieler die mir untergekommen sind, dürften so 13-14 gewesen sein. Stellt euch vor, in dem Alter hat keiner mehr im Wald gespielt – außer Tarzan, aber der darf das auch. Und es braucht kein Spiel, damit man raus geht, wenn es nur das Spiel wäre, würde es auch gar nicht funktionieren. Gehen die GO-Spieler mehr raus als vorher? Mit Sicherheit. Aber das liegt daran, dass wir immer noch Jäger und Sammler sind. Ist doch bei der Vorstellung des neuen iPhones ganz ähnlich, falls man sich an die Schlangen vor den Apple-Stores erinnert. Wir sammeln gerne Dinge. Und wenn ein Spiel uns sagt, wir müssen uns dafür bewegen, dann verbinden wir das einfache mit dem Nützlichen. Ich muss mit dem Hund gehen? Erstmal Pokémon GO an. Ich bin mit Freunden unterwegs? Pokémon GO anmachen und gucken, was um mich so geht. Jetzt am Anfang ist der Hype natürlich die Haupttriebfeder: Jeder möchte als erstes der Allerbeste sein, wie keiner vor ihm oder ihr war. Aber langfristig wird sich das so einpendeln, dass man Pokémon GO in den Phasen des Tages nutzt, in denen man unterwegs ist.

Im Prinzip bleibt Pokémon GO einer der größten Mobile-Erfolge der letzten Jahre und wird vermutlich noch für lange Zeit in den Top 10 der App-Store-Charts stehen. Und Nintendo hat den einen Beweis den sie brauchten: Ihre Figuren funktionieren auch mobil. Ich freue mich auf das erste Nintendo-Pokémon-Mobile-Game. Vielleicht eine Companion App zu Pokémon Sonne und Mond? Wir werden es erfahren;)

Der einfachste Weg, sich eine eigene Meinung zu Pokémon GO zu bilden ist dieser: Ladet die App runter und spielt sie.

Hier die Storelinks für iOS und Android!

Das wäre es dann für heute, wir sehen uns in einer Woche mit neuen Infos zu Pokémon GO

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