Heute ist es wieder Zeit für meinen Blick ins Netz. Auch wenn durch das Ergebnis des britischen EU-Referendums heute die meisten anderes im Kopf haben werden, möchte ich trotzdem ein wenig Ablenkung für euch bescheren. Fangen wir an:

Whatsapp bricht erneut einen Meilenstein

Vor etwas mehr als einem Jahr hat WhatsApp die Möglichkeit bekommen, direkt in der App übers Internet zu telefonieren. Heute werden 100 Millionen Anrufe pro Tag geführt. Das sind in jeder Sekunde über 1.100 Stück. Das hat der Messaging-Dienst, der zum Facebook-Konglomerat gehört, über seinen Firmenblog bekannt gegeben. Damit hat man Platzhirsch Skype mobil vom Thron verstoßen. Gerade wenn man Freunde im Ausland hat, oder im Ausland studiert, ist das eine sehr kostengünstige Alternative. Man hat sowieso 90% der eigenen Kontakte bei Whatsapp und so kosten die Anrufe praktisch nichts (außer Datenvolumen). Und anders als bei Skype verbrauchen die gar nicht so viel Datenvolumen. Skype kann sich gerne mal durch 1GB Datenvolumen fressen, bei WhatsApp muss man dafür wesentlich länger reden. Freut mich auf jeden Fall für WhatsApp, wenn man die ganzen Aufreger damals im Kopf behält, als die Funktion eingeführt wurde.
Allerdings sollte man nicht vergessen: 99% der Whatsapp-Anrufe laufen so ab „Hallo?“ „Sorry, falsche Taste“ *klick*

Die Handyhülle wird auch Adele gefallen

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Adele auf einem ihrer Konzerte einen Fan öffentlich heruntergemacht, weil sie das Konzert der britischen Rekordkünstlerin mit ihrem Smartphone gefilmt hat. Das hat Graham Dugoni aus den USA auf eine Idee gebracht: Eine Handytasche die das unmöglich macht. Und so kam es zu: Yondr. Das ist eine Tasche mit einem elektronischen Schloss. Seine Vision ist Folgende: Am Eingang des Konzerts bekommt jeder eine solche Tasche und muss sein Handy reintun. In dem Moment, in dem man die Halle betritt, verriegelt ein elektrischer Mechanismus die Tasche und es ist fortan nicht mehr möglich an das Handy zu kommen. Sollte man es dennoch brauchen, muss man nur das Konzert verlassen. Auf der Homepage von Yondr wird dabei von Phone-Free-Zones gesprochen. Das lässt auch noch weitere Schlüsse zu: Schulen, Unis, Abiturprüfungen, Museen, und so weiter und so fort. So viele Orte an denen man Smartphones verbannen könnte. Sollte man aber nicht. Denn letztlich zeugt das Produkt von einem überholten Zeitgeist. Mag ich es bei einem Konzert auf Hunderte Bildschirme zu gucken? Nein. Aber es ist mittlerweile normal. Daran sollte man sich anpassen. Und damit meine ich nicht, die Geräte zu verbieten, sondern Alternativen zu finden: Zonen bei Konzerten (Ganz vorne für alle ohne Smartphone, hinten für die, die filmen wollen) oder ähnliches. Trotzdem ein interessantes Konzept, dass ich euch nicht vorenthalten wollte.

Adeles „25“ kommt auf Spotify – 7 Monate nach Erscheinen

Wo wir schon bei Adele sind. Vor sieben Monaten gab es einen ziemlichen Aufschrei. Denn Adele hat ihr letztes Album 25 nicht auf Spotify veröffentlicht (Auch auf keinem anderen Streaminganbieter). Das ändert sich nun. Adele (oder ihr Management) hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich nun umentschieden. Daher wird das Album ab heute auf Spotify zu finden sein. Es geht einfach im Jahr 2016 nicht mehr, dass man sich als Künstler vor dem jüngsten Emporkömmling des Musikhörens versteckt. Streaming ist mittlerweile normal. Es ist das Radio der Generation Internet. Sich davor zu verschließen, weil man eben beim einmaligen Anhören nicht den vollen Albumpreis bekommt ist lächerlich. Ja, man verdient pro Hören weniger. Das sollte aber eher dazu antreiben gute Musik zu machen, die man immer wieder hört. Dann kommt trotzdem ein Profit dabei rum… Für alle, die das Album hören wollen, habe ich unten den Spotify-Play-Button eingebunden! Außerdem findet ihr das Album bei Google Play Music, Amazon Prime Music, Apple Music und natürlich Tidal. Viel Spaß beim Hören!

Das war es auch wieder für diese Woche, ich wünsche euch viel Spaß und bei den Kollegen von RP-Online dürftet ihr heute alle Infos zum #Brexit finden. Wir lesen uns in einer Woche, kommt gut ins Wochenende!

Update 10:08

Die Google-Trends zum Brexit

Okay, das ist, glaube ich, das erste Mal, dass das hier vorkommt: Ein Update zum Blick ins Netz. Denn ein Brexit-bezogenes Thema kann ich euch nicht vorenthalten: Die Veränderung der Google-Trends in den letzten 24 Stunden.

Der erste ist der witzigere Trend: Nach dem Ergebnis des Votums sind die Suchanfragen aus London zu „Move to Gibraltar“ (Umzug nach Gibraltar) um 680% gestiegen. Gibraltar gehört zum Vereinigten Königreich und liegt an der südlichen Spitze der iberischen Halbinsel (also südlich von Spanien). Die Gibraltarer haben nämlich mit einer Mehrheit von 96% für einen Verbleib in der EU gestimmt. Das scheinen die Londoner ähnlich wie die Schotten und Nordiren ähnlich zu sehen – Remain. Nur das Landvolk der Engländer und die Waliser sehen das etwas anders…

Der andere ist der wirklich erschütternde: Denn die Frage „What happens if we leave the EU“ wurde bei Google in den letzten 24 Stunden 250% häufiger gestellt als vorher. Das bedeutet, das viele Briten nicht einmal wussten, wieso sie für den Brexit stimmen sollten. Das ist nicht nur ein Armutszeugnis in Sachen politischer Bildung, sondern auch ein Armutszeugnis für die Brexit-Gegner. Genau solche Fragen hätte man im Wahlkampf nutzen können, um die Leute zum umstimmen zu bewegen. Dann wäre das Referendum vielleicht anders ausgegangen…

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

zwei × 4 =