Das wird heute ein längerer Blick ins Netz, da es wirklich eine sehr umfangreiche Woche war. Passt aber auch, da ich euch so ein paar Internet-Ostereier hinlegen kann. Ihr müsst nicht einmal suchen, alles direkt hier. Das nenn‘ ich mal Service!
Die Themen heute erstrecken sich von Apple und dem FBI (mal wieder) über das neue iPhone, Netflix, Musik-Streaming bis zu Pornhub und virtueller Realität.

Den Anfang macht heute mal das Streaming und das obwohl wir an Karfreitag gar keine Musik hören sollen, aber wer denkt schon an alles?

Streaming-Einkünfte in den USA größer als MP3

Zum ersten mal seit es das Streaming gibt, ist in den USA im Jahr 2015 der Erlösanteil an Streaming-Einkünften (34,3%) größer als der aus MP3 (34%). Damit ist der größte Teil des Musik-Marktes in den USA nun von Anbietern wie Spotify, Apple oder Google beherrscht. Das spricht für das geänderte Nutzerverhalten. In den USA ist Streaming sogar noch beliebter, da die Dataplans da anders aussehen. Der Preis für 500MB-LTE-Volumen entspricht in den USA mindestens 2GB. Dort wird einfach mobil anders mit Daten verfahren. Ich merke das schon, dass es sich bei ausreichendem Datenvolumen lohnt. Ich habe 2.5 Gigabyte. Wenn ich also unterwegs in ein Album reinhören will, dann lade ich es nicht runter, sondern lasse es direkt laufen. Außerdem ist es auch finanziell logischer, Streaming zu nutzen. Das große Problem bleibt aber die Entlohnung. Denn obwohl die Einkünfte aus Streaming größer sind als aus MP3, so werden wesentlich mehr Alben gestreamt als gekauft – im Umkehrschluss kommt bei den einzelnen Künstlern nur ein Bruchteil der Einnahmen an.

Der steigende Anteil des Streamings bei kleineren Einkünften für die Künstler könnte auf Dauer für einen Qualitätseinbruch in der Musik sorgen. Aber das bleibt noch zu beobachten, es ist nicht das erste Mal, dass sich der Musik-Markt völlig neu organisieren muss.

FBI verschiebt Apple-Gerichtstermin

Das FBI hat Anfang der Woche eigentlich einen Gerichtstermin mit Apple gehabt, um über die Apple-Backdoor zu verhandeln. Sie haben allerdings beim Gericht eine Verlegung beantragt, da eine dritte Partei mit der Behörde zusammenarbeiten will, um das San-Bernadino-iPhone zu knacken.Dabei soll es sich laut Insidern um eine israelische Firma handeln. Wenn es so kommt, wäre das der Idealfall,da Apple dann nicht gezwungen ist, iPhones zu entsperren und man weiterhin auf Software-Spezialisten und Profi-Hacker vertrauen muss. So bleibt die Kontrolle außerhalb der Behörden und mit hohen Kosten verbunden.

Der neue Termin ist der 5. April, gucken wir mal, was dann passiert, ich halte euch – wie schon von Anfang an – auf dem Laufenden. Trotzdem war es eine gute Woche für Apple:

Apple stellt iPhone SE vor

Da ist es also. Das iPhone 6S im 5S-Case. Am Montag hat Apple sein neuestes Gerät vorgestellt: Das kleine, aber feine iPhone S(pecial)E(dition). Es hat die selben technischen Daten wie das iPhone 6S, allerdings nur einen 4-Zoll-Screen und damit die Größe und das Gehäuse des iPhone 5S. Das wirklich un-Apple-ige kommt aber noch: Der Preis liegt bei 498€ für das 16GB-Modell. Das ist allerdings auch die schlechte Nachricht. Es gibt nur zwei Speichergrößen. Heutzutage unmenschliche 16 Gigabyte und 64 GB. Ansonsten ist das iPhone SE wirklich speziell. Es ist technisch auf dem neuesten Stand, hat dabei eine für viele Nutzer immer noch gerne genutzte Größe und es ist in Spacegrau, Silber, Gold und Roségold erhältlich. Falls ihr also nach einem Nachfolger für euer geliebtes iPhone 5S sucht und das 6/S euch zu groß war: Ab 31.3. geht der Kleinste von Apple in den Verkauf, vorbestellen könnt ihr bei Apple allerdings jetzt schon.
Ich bin der letzte Mensch, den man als Apple-Fan bezeichnen kann, aber die Entscheidung, ein kleines Gerät mit der gleichen Hardware wie das große Flaggschiff auf den Markt zu bringen, ist definitiv eine sehr gute Wahl. Bravo Apple!

Netflix bekommt Senderecht für die Dark-Comedy-Serie „Maniac“ mit Emma Stone und Jonah Hill

Netflix hat sich mal wieder eine grandiose Serie an Land gezogen. Dieses mal ist es Maniac. Dort geht es um einen Patienten, der in seiner Fantasie ein traumhaftes Leben führt, in der Realität allerdings in einer Psychiatrie sitzt. Emma Stone (yes!) und Jonah Hill werden beide Patienten in der Psychiatrie spielen. Bei den beiden Schauspielern und dem vielversprechenden weiß ich schon, dass ich die Serie definitiv anschauen werde. Dazu kommt noch der überragende Regisseur Cary Fukunaga, der bereits bei dem Netflix-Kino-Film „Beasts of No Nation“ Regie führte. Das Dreiergespann aus Stone, Hill und Fukunaga wird auch als ausführende Produzenten fungieren. Wann die Serie allerdings kommt, ist noch unklar, da noch ein Drehbuchautor fehlt.
Mittlerweile baut Netflix sich ein sehr umfangreiches Portfolio an Exklusiv-Serien auf, da sie die Serien auf drei Arten „bekommen“. Die eine ist wie bei den Kassenschlagern Orange is the new Black oder House of Cards eine selber produzierte Serie oder eben im Falle von der dänischen Serie Rita bzw. jetzt auch Maniac eine fremdproduzierte (Paramount) Serie für sich einzukaufen. So wächst das Portfolio von Netflix stetig und wir haben immer viel zu viel zu gucken.

Für Emma Stone und Jonah Hill ist dies das erste Mal, dass sie in einer TV-Serie spielen und auch ein Produktionsdebüt bei Serien. Für den Film Superbad haben sie damals bereits zusammen als Produzenten gearbeitet, die Chemie scheint also zu stimmen. Seien wir gespannt, wann wir Maniac bei Netflix entdecken können, ich halte euch auf dem Laufenden!

Pornhub startet Virtual-Reality-Kanal

Das ist zwar kein typisches Thema, aber ich wollte es trotzdem unterbringen. Die wohl größte Internet-Porno-Seite hat nun einen eigenen Virtual-Reality-Kanal. Die Nachricht ist jedoch größer als sie wirkt: Denn damit wird man einem Trend gerecht. Wie bereits Google Cardboard oder die Samsung Gear VR zeigen ist Viruelle Realität kein reines Nerdthema mehr. Es ist ein Massenmarkt mit eigenen Verdienstmöglichkeiten und völlig neuen Bedingungen. Denn wenn bereits die Pornoindustrie in VR einen Markt sieht, dann ist es definitiv ein Massenmarkt. Pornhubs Vizepräsident Corey Price sagt dazu:

„Virtuelle Realität ist die nächste Phase in der sich ständig verändernden Welt der Erwachsenenunterhaltung und wird die Nutzer mit einer Erfahrung versorgen, die so bisher nie möglich war. Nun können Nutzer unsere Inhalte nicht mehr nur als Zuschauer wahrnehmen, sondern selber Protagonist sein und mit ihren Lieblings-Porno-Stars interagieren.“

Das war es dann auch wieder für diese Woche. Es ist wirklich ein sehr umfangreicher Blick ins Netz geworden. Ich wünsche euch allen frohe Ostern! Wer von euch will sich denn ein iPhone SE kaufen? Nutzt ihr vielleicht selber Streaming? Kauft ihr noch MP3? Verratet es mir in den Kommentaren und wir sehen uns in einer Woche.

 

 

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