Sabrina_Zurawka_PflanzeNach den Semesterferien wieder in die eigene Wohnung zu kommen ist schon ein Erlebnis. Als ich nach etlichen Wochen wieder vor meiner Tür stehe, habe ich mich ein bisschen gefühlt wie Schrödinger bei seiner Katze in der Kiste (kennt mittlerweile ja fast jeder, oder?).
Um herauszufinden, was in der Wohnung zum Leben erwacht und was gestorben ist, muss ich wohl oder übel die Tür öffnen. Erste Erkenntnis: Die Luft ist schon mal abgestorben – den ganzen Tag lüften steht an. Blick auf die eine Blume im Zimmer: Lebt! Aber auch nur, weil der Tipp von Mama geholfen hat: Diese kleine Blumen-Gießkugel funktioniert scheinbar wirklich. Und im Kühlschrank überfallen mich auch keine neuen Mitbewohner, nur hungrige Leere. Jap, wenn ich mir das so ansehe, bin ich wohl wirklich im Studentenleben angekommen. Bier, Saft, Wein, Aioli und Butter: Läuft, würde ich sagen. Also wird jetzt die schwere Entscheidung gefällt werden müssen, ob Flüssignahrung auch als Mahlzeit durchgeht. Mein Magen sagt leider nein.

Und dann habe ich meine Rückkehr, wie könnte es anders sein, auch noch so getimt, dass ich an einem Sonntag zurück komme. Top! Die Essensmöglichkeiten, die ich mittlerweile in Düsseldorf kennen gelernt habe, gehe ich also eifrig durch. Meine erste Wahl fällt aufs Frittenwerk am Bilker S-Bahnhof. Für alle die hier gerade fleißig am Lesen sind, hier die Besonderheiten, warum es ein Muss ist, dort einmal essen zu gehen:

1Es sind keine normalen Pommes, es sind Fritten, serviert als sogenannte Poutine. Das ist ein kanadisches Gericht, bei dem die Fritten mit bombastischen Saucen und Ähnlichem, wie Bratensauce, Mozzarella, Pulled Pork oder Guacamole, serviert werden.

2Die Location: Auch wenn der Laden direkt unter dem Bahnhof und an einer relativ großen Straße liegt, fühlen meine Leute und ich uns dort immer wohl. Die ganze Einrichtung ist aus natürlichem Holz. Außerdem ist alles sehr hell und grün gehalten. Perfekt, um gemütlich zu essen.

3Die Menschen, die dort hinter der Theke stehen, sind einfach immer hammermäßig drauf. Zu den Fritten bekommt man also zusätzlich auch gute Laune. Problem: Auch die haben Sonntags zu.

 

Aber, wo ich scSabrina_Zurawka_French Toasthon mal in der Ecke bin, ist es auch nicht mehr weit, um zum nächstliebsten Laden zu gehen. Eine Straße weiter hoffe ich auf eine offene Tür – und werde erhört. „Homemade – We Eat Fine“ wird meinen leeren Kühlschrank ausgleichen. Uni-Freundin anrufen, zum späten Frühstück einladen, und schon wird aus der verzw
eifelten Essenssuche eine spontane Reunion nach den Semesterferien in gemütlicher Atmosphäre. Denn die Besitzerin behandelt einfach jeden Kunden wie einen Freund, als ob man sich schon Jahre kennt.
Erster Gang: Kaffee! Danach geht es mit French Toast weiter und zum Abschluss kann ich auf etwas von dem selbstgebackenen süßen Himmel nicht verzichten. Bei Homemade gibt es einfach eine unglaublich gute Auswahl an Kuchen und krassen Cupcakes. Also stärke ich mich für den restlichen Tag, bis Montag wieder die Geschäfte auf haben, noch mit einem Stück Carrot Cake.

Aus einer hilflosen und hungrigen Situation wurde also doch noch ein perfekter erster Tag zurück im Uni-Leben. Wenn das ganze nächste Semester so glücklich verläuft, bin ich zu hundert Prozent zufrieden. Der nächste Monat sieht zumindest schon einmal vielversprechend aus. Neben einem dreitägigen Stundenplan steht die Ersti-Woche mit den Neuen an und anschließend jedes Wochenende eine Feier hier und da. Okay, wenn ich es mir gerade recht überlege, vielleicht wird es doch heftiger als ich gerade denke. Können die Veranstalter sich nicht einmal absprechen und alle Events über das Jahr verteilen?! Scheinbar nein. Also: Mal sehen, wie ich den nächsten Monat überlebe. Dann werde ich euch gerne von einem typischen ersten Monat zurück in der Uni berichten. Sowohl von neuen Erfahrungen, als auch Methoden, wie man diesen soweit wie möglich ohne Schlafmangel überlebt und Tipps und Tricks rund um die Uni und das Studentenleben. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf euch hier wieder zu sehen!

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