Das Thema erste eigene Wohnung wird überall, ob im Netz oder im Freundeskreis sehr oft angesprochen. Ich kann euch aus meiner Sicht erzählen, was man beachten sollte und wie chaotisch es wirklich ist, von zu Hause auszuziehen.

Als ich mich dazu entschlossen habe, auszuziehen, war mir direkt klar: In eine WG möchte ich nicht. Es gibt Leute unter uns, welche schon immer den Wunsch hatten, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen, doch für mich kam das nicht in Frage. Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ dafür.
Natürlich war mir auch bewusst, dass die Entscheidung mit erheblich mehr Kosten und Arbeit verbunden ist, als wenn man mit mehreren Personen zusammenlebt. Und dann auch noch in Düsseldorf. Eine bezahlbare Wohnung zu finden ist hier ganz und gar nicht leicht. Als ich durch Glück dann eine wunderschöne Wohnung gefunden habe, ging es leider nicht direkt los. Die Sarnierungsarbeiten liefen noch und wurden (natürlich) nicht zum geplanten Termin fertig. Aber was solls, umso mehr Zeit hatte ich, um mich darauf vorzubereiten, bald das Hotel Mama zu verlassen.

Der Umzug an sich war kein großes Problem, da ich 1. nicht sehr weit weg von meinem Elternhaus gezogen bin und 2. nicht viel mitgenommen habe. Was ich nervig fand, war die Ummeldung. Man denkt vorher gar nicht, wie viele Firmen deine Daten haben und diese natürlich umgehend aktualisieren müssen, damit sie dich per Post und Telefon auch erreichen können.

Die Einrichtung war das größte Problem. Je öfter man durch Möbelhäuser läuft, desto mehr schöne Möbel, Deko und ähnliches findet man. Am liebsten würde man direkt so viel kaufen, dass man ein ganzes Haus damit einrichten könnte. Das schlimmste für mich war diese Situation: Man hat sich etwas neues gekauft und war überglücklich darüber, bis man in einem anderen Möbelhaus genau das selbe Möbelstück, nur noch viel schöner gefunden hat. Ärgerlich!
Ich muss gestehen: Mittlerweile wohne ich fast ein Jahr alleine und bin immer noch nicht fertig eingerichtet. Aber das macht gar nichts, weil man manche Möbelstücke einfach nicht findet. Vor allem nicht dann, wenn man ganz genaue Vorstellungen hat, so wie ich!

Was man beim Thema eigene Wohnung auch bedenken muss: Waschen. Bügeln. Einkaufen. Kochen. Putzen. Aufräumen. Nebenbei auch noch arbeiten, studieren oder ähnliches – alles nicht so leicht. Aber wenn man es will, schafft man das! Außerdem finde ich es schon schön, wenn man die Freiheit hat und selbst bestimmen kann, wann man den Haushalt erledigt oder wann man wäscht und sich nicht an die gewohnten „Mama-Zeiten“ halten muss. Obwohl man sich diese Zeiten auch oft genug zurückwünscht.

„Einfach mal relaxen und Mama kochen lassen, das wäre es jetzt!“ denke ich mir echt oft… Und ich ertappe mich mindestens einmal im Monat dabei, zu meinen Eltern zu fahren und mich dann auch mal bekochen zu lassen.

Tatsächlich: Das ist mein Blick vom Balkon!

Tatsächlich: Das ist mein Blick vom Balkon!

 

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