Locken sind ein leidiges Thema. Wenn man sie hat, will man sie nicht und hat man sie nicht,  dann will man sie.  Wer von Gott gegeben mit Naturlocken gesegnet ist, kennt den Leidensweg einer Frau.  In jungen Jahren kümmert sich Mutti immer noch liebevoll um das Bändigen der wilden Mähne, flicht Zöpfe und kämmt die Locken mutig Tag für Tag aus. Das Resultat? Ein süßes kleines Mädchen mit einem gigantischen Mopp auf dem Kopf. Im Kindergarten kein Problem, doch ab der weiterführenden Schule werden Locken zum Problem. Man ist „alt genug“, um sich die Haare selber zu machen und doch ist man mit Locken oder krausem Haar gänzlich überfordert. Es steht in alle Richtungen ab, macht nicht das, was man will und noch schlimmer, bleibt auch im Laufe des Tages nicht dort, wo man es mühselig angeordnet hat. Die Folge? Viele greifen zum Glätteisen! Großer Fehler! Trockene Haare weiter austrocknen? Gute Idee! Anstatt sich gegen seine Haarstruktur zu wehren, wird es Zeit, sie zu verstehen und sich damit abzufinden. Ist dieser Schritt gemacht, geht es um die richtige Pflege.

Was kann Frau tun, wenn die Matte mal wieder Ihren eigenen Kopf hat? Locken spiegeln das Wohlbefinden ihrer Trägerin wieder und geht es ihr so richtig dreckig, kann sie ihre Haare auch gleich unter einer Cap verstecken. Am besten einer großen, da sonst das Stroh zur Seite rausquellt.

Weitere Locken-Töter sind neben Regen und Wind auch Alkohol und Hitze. Keine Sorge, trinken geht klar, aber bitte nicht in die Haare! Die richtige Pflege von Locken scheint ein ewiges Rätsel, dabei gibt es eigentlich nicht besonders viel zu beachten. Locken sind zwar störrige Biester, aber in der Pflege wohl noch leichter zu handhaben als glattes Haar. Sie brauchen lediglich ein Shampoo ohne Silikone und Alkohol und zeigen sich schnell dankbar. Milde Seifen eignen sich besonders zum Reinigen. Nach dem Waschen freuen sich Locken besonders über pflegende Öle (Olivenöl aus der Küche, Kokosöl aus der Drogerie), auch Spülungen können nach dem Waschen ein Segen sein. Leave-in Produkte sollten ebenfalls keine Silikone oder Alkohol enthalten. Diese trocknen das Haar nur zusätzlich aus und sorgen für den wunderschönen „Schamhaar-look“, den wir, seien wir mal ehrlich, gerne vermeiden!

Nach dem Pflegen die Haare lufttrocknen lassen! Hitze unter allen Umständen vermeiden! Sie tötet Locken im Ursprung und ruft Frizz und Spliss hervor. Also brav vor dem Schlafen die Haare waschen und über Nacht trocknen lassen.

Wer auf Korkenzieher-Locken steht, kann über Nacht auch die Plopping-Methode anwenden. Bedarf etwas Übung, aber man bekommt den Dreh raus.

Wie das geht, erfahrt ihr in den nächsten Wochen auf scribez.de!

 

 

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