Ich glaube, eines der größten Probleme des Erwachsenwerdens ist die Konfrontation mit Fragen, die einem dann doch nicht beantwortet werden. Wenn man jünger ist und sich nur mit der Schule und der Wochenendgestaltung auseinandersetzen muss, denkt man: „Das läuft schon irgendwie. Ich kriege mal ‘nen Top-Job und der Rest kommt von alleine“. In Wahrheit ist es umgekehrt. Was damals in der Schule noch ein Selbstläufer war, ist durch eine große Ungewissheit ersetzt worden. „Wohin führt mich meine Reise jetzt? Wie kann ich in einer Welt wie der von heute überhaupt bestehen? Wie meistere ich die schweren Zeiten, die jeder mal durchmachen muss?“ „Wird schon“ ist nicht mehr. Man lernt das Leben von einer neuen Seite kennen. Und dieses „Leben“ muss man erstmal lernen.

Mein Name ist Raphael Stahl, ich bin 23 Jahre alt, lebe in Velbert und bestreite mein Azubi-Dasein in Solingen und Düsseldorf. Neben der typischen Ausbildung zum Medienkaufmann wird mir hier ein Einblick in das Leben eines Lektors geboten. Die Tatsache, dass ich Lesen und Schreiben liebe, passt nicht nur zufällig in dieses Berufsfeld.

Doch worum geht es in meiner Rubrik nun?

Von klein auf war ich recht gut darin, Fragen zu stellen; mit den Antworten hat es aber nie so recht geklappt. Irgendwann beschloss ich, damit aufzuräumen und stellte mich der Gesellschaft.

Die Basis für das ewige Fragen bildete mein Hang zur Philosophie (die griechische Antike hatte es mir angetan), ein großer Zweifel am „das ganze Leben lang arbeiten für kleine Rente und so weiter“ sowie mein großer Traum: Autor zu werden. Auch das hat noch nicht so gut geklappt, denn ich lebe das Chaos – tagtäglich. Als Tagträumer stößt man sich sehr oft den Kopf (metaphorisch und oft auch wortwörtlich) – das sollten Fans der legendären Serie „Scrubs“ gut verstehen können.

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Trotz alldem versuche ich in so gut wie jeder Situation meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Früher waren es Gedichte, Kurzgeschichten, Liedtexte, Zeichnungen, Comics. Heute sind es Romanideen und erste Ansätze, Fotografie und der Verzicht auf IKEA-Möbel, um mir mein WG-Zimmer ganz nach meinen eigenen Vorstellungen selbst zusammenzubauen (das erfordert starke Nerven, viel Zeit und Geduld; von allen dreien habe ich wenig). Grenzen zu setzen war mir immer schon fremd.

„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ sagte Albert Einstein einst.

Was bleibt unter dem Strich übrig? Diese Rubrik. Und ich möchte sie füllen – mit allem, was mir im Alltag begegnet und meine Fantasie anregt. Ich lege mich nicht auf subjektive oder objektive Schreibweise fest, ich schreibe einfach drauf los – inhaltlich korrigiere ich kaum, ist vielleicht auch authentischer. Womöglich spiegelt das, was ich hier in Zukunft loswerde, sowohl das Chaos als auch die Realität wider, denn ich versuche beides zu vereinen. Ich möchte aber auch Spielraum lassen; für eure Kommentare, Kritik oder eigene Gedanken zu Themen dieser Zeit.

Mein Ziel auf Scribez?

Vor allem möchte ich mir selbst – und im besten Fall auch einigen Lesern – die Fragen beantworten, die sich den Menschen unserer Generation stellen, den Einen oder Anderen zum Nachdenken anregen oder interessante und bereichernde Gespräche (oder Diskussionen) in Gang setzen. Auf die eine oder andere Weise. In diesem Sinne: Viel Spaß und herzlich Willkommen!

Hier findest Du meine Artikel!

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